Sport : Gute Freunde

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Benedikt Voigt über Beckenbauers Wiederwahl als BayernPräsident

Lass doch die anderen reden

was kann uns schon gescheh’n

wir werden heut’ und morgen

nicht auseinander geh’n

Früher, da haben sie nach Präsidiumssitzungen des FC Bayern die Karten rausgeholt und Schafkopf gespielt. „In letzter Zeit leider nicht mehr so häufig“, sagte Vizepräsident Fritz Scherer vor einigen Jahren, „der Franz fehlt ja des Öfteren.“ Dann gründeten sie die FC Bayern München AG, und Franz Beckenbauer fehlte noch mehr. Weil er gar nicht mehr so erwünscht war. „Der Franz beeinflusst das operative Geschäft zu nullkommanull Prozent“, sagte Manager Uli Hoeneß. Der Franz machte sein Ding, warb für Erdinger Weißbier, wenn der Verein Paulaner trank, telefonierte mit O2, wenn der Verein auf Telekom schwor. Öfters belastete er mit leichtfertigen Reden das Verhältnis der Bayern zur Liga und zur Nationalmannschaft. Doch das ist vergessen. „Sein Rat ist uns nach wie vor wichtig“, sagt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Und so kam es, dass sich Franz Beckenbauer gestern zum dritten Mal zum Präsidenten des FC Bayern wählen lassen durfte. Und jetzt der Refrain:

Gute Freunde kann niemand trennen

Gute Freunde sind nie allein

weil sie eines im Leben können

füreinander da zu sein (Beckenbauer, 1966)

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