Sport : Gute, schlechte Chancen

Die Eisbären spielen im Pokal beim EHC München

Claus Vetter

Berlin - In München gibt es seit zwei Jahren kein erstklassiges Eishockey mehr. 2002 wurden in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die München Barons von ihrem Eigner, der Anschutz-Gruppe aus den USA, als Freezers nach Hamburg verfrachtet, zum Verdruss der wenigen Barons-Fans. Immerhin, vom Ende des sportlich erfolgreichen, aber finanziell erfolglosen Deutschen Meisters aus dem Jahr 2000 hat ein Klub in München profitiert: Seitdem es die Barons nicht mehr gibt, spielt der EHC München vor recht ansehnlicher Kulisse in der Olympia-Eishalle, wo der Oberligist mit Ambitionen auf die Zweite Liga heute die Eisbären in der ersten Pokalrunde erwartet.

Die Berliner haben sich bisher sieglos durch ihre Saison-Vorbereitung gespielt. Kein Wunder, dass Trainer Pierre Pagé vor dem ersten Pflichtspiel der Saison einen unglücklichen Eindruck macht. „Wir haben uns in den Spielen während der Vorbereitung zwar viele Torchancen erspielt, aber von der Qualität her waren die meist schlecht.“ Das habe er dem Team zu verstehen gegeben, zwecks besseren Verständnisses hat er Möglichkeiten zu einem Torschuss in „A“- und „B-Chancen“ unterteilt. „A“ heißt laut Pagé: „Da wird dem Torwart die Sicht genommen, hart vor dem Tor gearbeitet, werden Pässe gespielt und so weiter.“ Damit erklärt sich „B“ von selbst: „Unverdeckte Schüsse, bei denen sich keine Chance zum Nachschuss bietet.“

Seine Mannschaft, glaubt Pagé, habe ihn verstanden. In der Vorbereitung hätten die Eisbären ein Festival an B-Chancen veranstaltet. Nun sei im Training hart an Verbesserungen gearbeitet worden. Das soll schon heute beim Spiel in München Wirkung zeigen. Damit der Klub aus der A-Klasse beim Verein aus der C-Klasse keine erstklassige Überraschung erlebt.

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