Gutes Geld : Prämien: Schweinsteiger & Co. sahnen ab

Die ersten deutschen Weltmeister um Fritz Walter mussten sich 1954 noch mit einem Fernseher und einem Lederkoffer begnügen, Bastian Schweinsteiger & Co. sahnen dagegen richtig ab. Der große Sieg von Basel lohnt sich für die Nationalspieler auch finanziell.

Durch den Einzug in das Halbfinale hat jeder der 23 deutschen Fußballer bereits 100000 Euro sicher - das ist mehr als bei jedem der bisherigen sechs deutschen Titel an die Spieler ausgezahlt wurde. Auch der Deutsche Fußball-Bund macht Kasse und verbucht durch den Halbfinal-Einzug schon 14,5 Millionen Euro auf der Habenseite.

Von Prämien wie die für die Profis um Kapitän Michael Ballack konnten Fritz Walter und seine Kameraden beim „Wunder von Bern“ 1954 nur träumen. Neben dem Schwarz-Weiß-Fernseher und dem Koffer konnten sie noch je 2500 Mark und einen Motorroller mit nach Hause nehmen.

1974 kassierten die Spieler um Kapitän Franz Beckenbauer 70 000 D-Mark und durften danach einen VW-Käfer ihr Eigen nennen. Die 22 Weltmeister von 1990 wurden mit jeweils 125000 Mark belohnt. Beim letzten Europameisterschafts-Erfolg 1996 hatte der Verband  100000 Mark pro Mann ausgelobt. In diesem Jahr winkt den Nationalspielern für den Titelgewinn am 29. Juni in Wien die EM-Rekordprämie von je 250000 Euro.

Allein die Prämien für die Profis kosten den DFB derzeit 2,3 Millionen Euro. Auf der anderen Seite hat der Verband seine Einnahmen
bei der Europameisterschaft um 3 weitere Millionen auf bislang 14,5 Millionen Euro hochgeschraubt. Sollte die Mannschaft ins Finale
einziehen, hätte der Verband durch die ausgeschütteten Gelder des europäischen Fußballverbandes Uefa weitere 4,5 Millionen Euro sicher, bei einem Titelgewinn sogar noch 3 Millionen Euro mehr. Der DFB kann insgesamt auf eine Maximal-Einnahme von 22 Millionen Euro kommen.

Sollte der DFB tatsächlich den Turnier-Erfolg landen, hätte er damit seinen EM-Etat gedeckt, denn der ist mit rund 20 Millionen Euro
angesetzt. Allein die Turnier-Vorbereitung auf Mallorca sowie das EM-Quartier in Ascona und die Flüge zu den Turnierspielen sollen den DFB fast zwei Millionen Euro gekostet haben. (dpa)

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