Sport : Gutes Klima

Norwegens Handballstar Strand will Deutscher Meister werden

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Berlin (Tsp). Kjetil Strand hatte Angebote von 20 Klubs aus ganz Europa. Er entschied sich für die SG FlensburgHandewitt. „Da habe ich die beste Perspektive“, sagte der Norweger. Strand, in seiner Heimat Handballer des Jahres, unterschrieb in Flensburg für sechs Monate, „weil ich mit dem Verein Deutscher Meister werden möchte“.

Am Freitag, beim 38:22 gegen den Tabellenletzten VfLPfullingen, gab Strand sein Debüt für seinen neuen Verein und warf dabei drei Tore. Für einen, der in der vergangenen Saison in seiner Heimat 281 Treffer in 25 Meisterschaftsspielen geworfen hatte, eine dürftige Ausbeute. Doch der 24-Jährige, dessen bisheriger Klub Viking Stavanger Insolvenz anmelden musste, war mit sich zufrieden. Auch Trainer Kent-Harry Andersson. „Kjetil muss sich erst noch akklimatisieren. Aber man hat schon gesehen, was er kann“, sagte Andersson, der Schwede.

Ob Kjetil Strands Wunsch, mit der SG Flensburg-Handewitt Meister zu werden, in Erfüllung geht, ist noch ungewiss. Der Klub aus dem hohen Norden ist zwar Herbstmeister geworden und steht auch weiterhin an der Tabellenspitze, doch dort standen die Flensburger schon öfter – und gewannen noch nie den Titel. Doch diesmal will es der ewige Zweite unbedingt wissen. Mit 3,3 Millionen Euro haben die Flensburger einen Rekordetat. Und es sieht so aus, als ob sich das finanzielle Risiko lohnt. Auch wenn die Campus-Halle nur 6000 Zuschauer fasst. Die freilich ist immer ausverkauft, was bei lediglich 690 Mitgliedern in der Handballabteilung so selbstverständlich nicht ist.

An spielerischem Potenzial mangelt es der SG nicht. Da ist der Däne Lars Christiansen, der gegen Pfullingen gerade zwölf Tore warf. Da ist Jonny Jensen, der kaum weniger wurfgewaltige Däne. Und Dan Beutler, in seiner Heimat Schweden zuvor zweimal Torwart des Jahres, muss sich gar mit Platz zwei zufrieden geben, weil vor ihm Jan Holpert steht, der schon über 500 Bundesligaspiele bestritten hat.

Bleibt nur abzuwarten, ob Flensburg-Handewitt die Dreifach-Belastung durch Champions League, Bundesliga und DHB-Pokal verkraftet. Vielleicht ist am Ende wieder Lemgo oder Kiel vorn. Oder Magdeburg.

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