Sport : Haas reift zum Favoriten heran

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Paris (dpa). Thomas Haas hat mit einer mittelmäßigen Leistung das Achtelfinale der French Open erreicht. Der beste deutsche Tennisprofi gewann sein Drittrundenmatch gegen den Finnen Jarkko Nieminen bei den French Open mit 6:3, 7:5, 2:6, 6:4. Als nach 2:36 Stunden der sechste Matchball den roten Sand aufstauben ließ, war der Jubel groß: Im fünften Anlauf hatte Haas zum ersten Mal die Runde der besten 16 erreicht. Nun ist für den 24-Jährigen, der im Pariser Stade Roland Garros an Nummer 3 gesetzt ist, noch mehr drin. Haas wird nunmehr sogar als Favorit gehandelt.

„Am Ende wurde es noch ziemlich eng, denn Nieminen hat sehr gut gespielt und viel riskiert. Nach dem Matchball war ich total erleichtert, als hätte ich das Turnier gewonnen“, gestand Haas, der im dritten Satz Probleme hatte. „Da habe ich mich wegen meines Aufschlags sogar mit meinem Coach gestritten, aber zum Glück habe ich mich im vierten Satz dann wieder gefangen.“ Im Achtefinale trifft Haas am Sonntag auf den Rumänen Andrei Pavel, der sich mit 6:1, 1:6, 6:4, 6:3 gegen den Spanier Albert Montanes durchsetzte. Vor Pavel ist er gewarnt. „Der spielt super Sandplatztennis. Ein Kämpfer. Der kann jeden Schlag.“

Bei herrlichem Sonnenschein begann Haas auf dem Court Suzanne Lenglen sehr konzentriert. Er erzwang ein frühes Break zum 3:1 - das war die Vorentscheidung zum ersten Satzgewinn nach 35 Minuten. Auch im zweiten Durchgang hatte der 20 Jahre alte Finne, der in diesem Jahr schon in zwei Sandplatzfinals auf der ATP-Tour stand, zum druckvollen Spiel des Deutschen mehr Fragen als Antworten. Haas konnte Nieminen zwei Mal den Aufschlag abnehmen. Haas zog die Schläge voll durch, die Schmerzen in seiner entzündeten rechten Schulter schien er erneut zu unterdrücken. Der Finne machte anfangs zu viele leichte Fehler, die deutsche Nummer eins zunächst deutlich weniger. Dies sollte sich ändern, denn im dritten Durchgang baute Haas seinen Gegner regelrecht auf, fand aber im vierten Satz ins Match zurück.

Nach einem Bombenalarm musste Platz eins am Nachmittag während der Partie zwischen Carlos Moya und Guillermo Canas geräumt werden. Die Ordnungskräfte hatten einen schwarzen Aktenkoffer auf den Traversen entdeckt und konnten seinen Besitzer nicht ausfindig machen. Alle Zuschauer verließen die Anlage innerhalb weniger Minuten; das Bombenräumkommando fand in der Tasche jedoch nichts Explosives und konnte Entwarnung geben.

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