Sport : Haifischsteak hilft nichts

EHC Eisbären verliert 1:3 bei den Hamburg Freezers

Claus Vetter

Hamburg. Pierre Pagé ist ein Freund ungewöhnlicher Maßnahmen. Gestern überraschte der Trainer des EHC Eisbären seine Spieler damit, dass er ein unerwartetes Gericht auf den Speiseplan brachte: Beim gemeinsamen Mittagessen vor der Fahrt nach Hamburg gab es bei den Berlinern Haifischsteak. Wegen der Aggressivität. Allerdings, im Falle der Eisbären lässt sich sagen: Gut gegessen, mittelprächtig gespielt. Die Berliner verloren das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vor 12 759 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena in Hamburg 1:3 (0:1, 1:2, 0:0) gegen die Freezers.

Ein Blick auf die Aufstellung offenbarte, woran es momentan bei den Eisbären hapert: Wegen der vielen Verletzten konnte Pagé gerade mal zehn Stürmer aufs Eis schicken. Und trotzdem, die Berliner hielten erstaunlich gut gegen die Freezers mit, die anfangs sogar ein wenig verunsichert wirkten. Schließlich hatten sie in der DEL noch nie innerhalb der 60 Minuten gegen die Berliner gewonnen. Dafür, dass bei den Hamburgern die Angst vorm Angstgegner nicht zu groß wurde, sorgte dann aber Rich Parent. Schon beim ersten Hamburger Angriff patzte der Berliner Torhüter, Markus Schröder staubte zum 1:0 für die Freezers ab. Mehr als ein Lattentreffer durch Denis Pederson sprang danach für die Berliner nicht heraus. Wiederum Schröder sorgte dann kurz nach Beginn des Mittelabschnitts mit dem Tor zum 2:0 dafür, dass das Volk auf den voll besetzten Rängen tobte. Die Eisbären zeigten sich davon nicht irritiert, André Rankel gelang der Anschlusstreffer. Und als die Berliner dann immer besser wurden, kassierten sie ausgerechnet in Überzahl nach einem Konter ihr drittes Gegentor. Dave Tomlinson erzielte mit einem Gewaltschuss das 3:1.

Die Berliner konnten außer schlechten Erfahrungen nichts aus der Color Line Arena mitnehmen. Dafür dürfen sie nun hoffen, bald in einer ähnlich komfortablen Arena wie die Freezers spielen zu dürfen: Heute kommt Philip Anschutz, Eigner der Teams aus Berlin und Hamburg, an die Spree, um Gespräche wegen der geplanten Arena am Ostbahnhof zu führen.

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