Hakan Calhanoglu attackiert Kreuzer : "Hat sein Versprechen nicht gehalten"

Am Samstagabend trat Hakan Calhanoglu im "Aktuellen Sportstudio" auf und sorgte mit seinen Aussagen für viel Aufsehen. Er nahm Stellung zu seinem Wechsel vom Hamburger SV zu Bayer Leverkusen und zum Pistolen-Vorfall mit Gökhan Töre.

Der Auftritt von Hakan Calhanoglu im "Aktuellen Sportstudio" sorgte für viel Aufsehen.
Der Auftritt von Hakan Calhanoglu im "Aktuellen Sportstudio" sorgte für viel Aufsehen.Foto: dpa

Hakan Calhanoglu hat Oliver Kreuzer des Wortbruchs bezichtigt. „Es gab eine mündliche Vereinbarung, dass ich für eine bestimmte Ablösesumme den Verein verlassen kann“, sagte der inzwischen für den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen spielende türkische Nationalspieler in der Nacht zu Sonntag im ZDF-Sportstudio. Der frühere HSV-Sportchef Kreuzer habe „sein Versprechen nicht gehalten“ und ihn „im Stich gelassen“, berichtete Hakan Calhanoglu weiter. Kreuzer hat allerdings stets bestritten, dem Profi eine solche Zusage gegeben zu habe. Auch der damalige HSV-Vorstandsvorsitzende Carl Edgar Jarchow unterstrich in der Sendung die Version des Vereins.

Hakan Calhanoglu hat sich zudem erstmals öffentlich zum Vorfall mit Gökhan Töre beim Nationalteam geäußert. Seine Zukunft im Trikot der Türkei ließ er offen. Nach einem Spiel im Jahr 2013 sei der frühere Hamburger Töre ins Hotelzimmer von Ömer Toprak gekommen, berichtete Hakan Calhanoglu in der Nacht zu Sonntag im ZDF-„Sportstudio“. Ein Begleiter Töres habe seinen Bayer-Teamkollegen Toprak und ihn mit einer Waffe bedroht.
„Ich lag in einer Ecke, er ist zu mir gekommen und hat zu mir gesagt: Beweg dich nicht, sonst erschieß' ich dich“, sagte Calhanoglu. „Ich war sehr nervös und konnte mich kaum bewegen.“ Bei dem Streit sei es um einen Freund Topraks und die Ex-Freundin von Töre gegangen. „Wir waren zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort“, betonte der 20 Jahre alte Offensivspieler Calhanoglu. Er habe zunächst öffentlich zu den Vorkommnissen geschwiegen, weil er Töre nicht habe schaden wollen.

Hakan Calhanoglu

Bei den jüngsten Länderspielen hatte der türkische Nationaltrainer Fatih Terim den 22-jährigen Töre erstmals seit knapp einem Jahr wieder nominiert. Seine Absage habe damit aber nichts zu tun gehabt, betonte Calhanoglu. In der Bundesliga-Partie gegen den SC Paderborn habe er sich eine Wadenverletzung zugezogen. Nun hoffe er, mit dem Nationaltrainer ins Gespräch zu kommen. Zu möglichen Einsätzen im Test gegen Brasilien und in der EM-Qualifikation gegen Kasachstan im November sagte Calhanoglu: „Ich wünsche es mir natürlich, was es am Ende ergibt, muss ich abwarten.“ (dpa)

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