Sport : Halil Altintop ist nicht zu halten

Lauterer trifft drei Mal beim 5:3 über Duisburg

Oliver Trust

Kaiserslautern - Rene C. Jäggi freute sich an diesem Nachmittag außergewöhnlich heftig. Es war dem Klubchef sogar gleichgültig, dass er wegen der vielen Umarmungen seine so gewissenhaft in Form gebrachte Frisur völlig ramponierte. Jäggis Freude hatte Gründe. Einsatz, Leidenschaft und ein dreifacher Torschütze Halil Altintop – der 1. FC Kaiserslautern tischte seinen Anhängern allerlei Ungewohntes auf beim 5:3-Erfolg über den Aufsteiger MSV Duisburg.

Als Jäggi später in die Funktionsräume des Fritz-Walter-Stadions verschwand, wird er daran gedacht haben, wie schwer es ihm nun fallen wird, diesen Halil Altintop über die laufende Saison hinaus zu halten. Der Vertrag des Deutsch-Türken läuft nach dieser Saison aus. Und wenn Altintop da weiter macht, wo er gegen Duisburg aufhörte, wird er sich bei großen Klubs auf den Einkaufszettel spielen. „Sehr alt werde ich nicht, wenn ich viele solche Spiele erleben muss“, sagte Kaiserslauterns neuer Trainer Michael Henke. Seine erste Heimpartie verlief wechselhaft. Schon nach zwei Minuten löste Altintop sich geschickt nach einem Pass von Ciriaco Sforza von seinem Gegenspieler Uwe Möhrle und erzielte das 1:0, das Möhrle zwanzig Minuten später wieder ausglich.

Eine Gemeinschaftsproduktion zwischen Duisburgs Verteidiger Thomas Baelum und Lauterns Abwehrmann Herve Lembi mündete im 2:1 für die Pfälzer, die sich immer wieder durch Fehler in Bedrängnis brachten. Als Altintop nach knapp einer Stunde das 3:1 schaffte, schien die Partie entschieden. Doch Duisburgs Möhrle und Abdelaziz Ahanfouf trafen zum 3:3. Auch Henke befürchtete nun, die Talfahrt könnte sich fortsetzen. Wer konnte in diesen trüben Momenten schon den Optimismus aufbringen und an einen solchen Einstand von Boubacar Sanogo glauben. Der neue Stürmer stand genau sechs Minuten auf dem Rasen, als er Lautern erneut in Führung brachte.

Zehn Minuten vor dem Ende beendete Altintop alle Zweifel. Der aus Bielefeld gekommene Albaner Erwin Skela bediente Altintop mit einem bemerkenswerten Zuspiel. Altintop behielt nach einem langen Sprint die Übersicht und schob den Ball zum 5:3 ins Netz und steht nun mit vier Treffern an Position zwei der Torjägerliste. „Dass Altintop für uns sehr wichtig ist, wussten wir schon vorher, allein gewinnt keiner ein Spiel“, sagte Trainer Henke. Diesmal allerdings war es vielleicht doch so.

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