Sport : Hallenturnier in Paris: Anke Huber erst im Finale gestoppt

Anke Huber hat ihren 13. Turniersieg im 13. Profijahr zwar verpasst, ihre lange Leidenszeit in der Stadt der Liebe aber beendet. Die Französin Amelie Mauresmo stoppte das erfolgreiche Comeback der 26-jährigen Karlsdorferin am Sonntag beim Hallenturnier in Paris erst mit einem 7:6 (7:2), 6:1 im Finale.

"Jetzt bin ich natürlich enttäuscht, aber insgesamt habe ich hier doch eine gute Woche erlebt", sagte die deutsche Nummer eins, die nach einer fünfmonatigen Verletzungspause auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist. Neben dieser wichtigen Erkenntnis nahm Anke Huber einen Scheck über 48 000 Dollar mit nach Hause und kündigte kämpferisch an: "Mein Ziel ist es, in diesem Jahr wieder in die Top Ten zu kommen." Ende 2000 war Anke Huber noch an Nummer 19 in der Weltrangliste notiert, nach Paris kam sie als Nummer 16 und wurde mit einer speziellen Wildcard als Sechste gesetzt.

Huber erwischte vor 4500 Zuschauern, die Mauresmo frenetisch anfeuerten, einen Fehlstart und lag schnell 0:3 zurück. "Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Match so schlecht begonnen habe", sagte sie nachher. Doch dann erwachte ihre Kämpfernatur, sie drehte auf, gewann vier Spiele in Folge und lag plötzlich mit Break-Vorteil 4:3 vorn. Den Satzgewinn vor Augen, brachten sie zwei Doppelfehler aber wieder aus dem Konzept. Mit den Zuschauern in der ausverkauften Halle im Rücken fand Mauresmo ins Match zurück und gewann den Tie-Break souverän.

Gegen die fünf Jahre jüngere Französin, die 1999 im Finale der Australian Open stand, musste Huber im dritten Duell ihre erste Niederlage einstecken. 1998 hatte sie Mauresmo im Achtelfinale von Luxemburg besiegt, ein Jahr später mit 6:4, 6:4 im Achtelfinale der US Open. Amelie Mauresmo kassierte in Paris einen Siegerscheck über 90 000 Dollar.

Anke Huber hatte sich am 7. September 2000 im Doppel-Viertelfinale der US Open eine komplizierte Verletzung im rechten Handgelenk zugezogen. "Erst seit vier Wochen kann ich wieder ordentlich trainieren", hatte sie vor ihrem Comeback-Turnier gesagt. Bereits in der kommenden Woche will die Badenerin ihren Aufwärtstrend der Konkurrenz und sich selbst in Nizza demonstrieren. Der Aufschwung zeigt Wirkung: Bei diesem Turnier ist Anke Huber schon an Nummer fünf gesetzt.

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