Sport : Hambüchen setzt Zeichen in Peking Turner überzeugt bei vorolympischem Turnier

Peking/Berlin - Fabian Hambüchen hat bei den vorolympischen Turn-Wettkämpfen in Peking seine Favoritenstellung für das Spektakel im kommenden Jahr unter Beweis gestellt. Der Reck-Weltmeister belegte mit einer fehlerfreien Darbietung den dritten Platz am Boden.

Der 20-jährige Wetzlarer präsentierte eine Übung auf hohem Niveau und erhielt mit 6,5 Punkten den höchsten Ausgangswert der acht Finalisten. Am Ende fehlten dem Hessen mit 15,750 Zählern nur 0,05 Punkte zum Sieg, den sich der Japaner Makoto Okiguchi mit 15,800 vor dem punktgleichen Kanadier Brandon 0’Neill sicherte. „Ich bin glücklich über das Resultat, denn es war sehr streng, dass wir heute ohne Einturnen an die Geräte mussten. Die Entscheidungen sind sehr eng – jeder kann das Ding gewinnen. Aber Okiguchi war heute der wahre Champion“, verteilte der Deutsche Komplimente. Zuvor hatte Hambüchen die inoffizielle Mehrkampf-Wertung – ein Finale war nicht ausgeschrieben – gewonnen und mit einer tadellosen Leistung die deutsche Riege in der Team-Konkurrenz auf den fünften Rang geführt.

Der Spitzenrang am Boden soll für ihn nur der Vorgeschmack auf das Reck-Finale am heutigen Montag sein, bei dem er als Welt- und Europameister als Topfavorit gilt. Mit Spitzenwerten im Vorkampf und im Team-Finale hatte der Turnprofi bereits seine Ausnahmestellung am „Königsgerät“ unter Beweis gestellt. „Fabian hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und sich als Favorit für die Spiele in den Köpfen aller Beteiligten eingeprägt“, sagte Wolfgang Willam, der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes. dpa

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