Hamburg - Eisbären 6:2 : Erneute Niederlage für Eisbären in European Trophy

Fünfte Niederlage im achten Gruppenspiel: Die Eisbären haben das letzte Gruppenspiel im Rahmen der European Trophy mit 2:6 bei den Hamburg Freezers verloren.

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Absturz in Hamburg für die Eisbären Berlin
Absturz in Hamburg für die Eisbären BerlinFoto: dpa

In der 36. Minute wurde Sebastian Elwing vorübergehend erlöst. Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson nahm seinen Torhüter vom Eis, nachdem der gerade das 1:5 kassiert hatte. Für ihn kam Stamm-Goalie Rob Zepp, den sein Coach am Sonntag im letzten Gruppenspiel im Rahmen der European Trophy bei den Hamburg Freezers gern geschont hätte. Doch weil Elwing im zweiten Drittel von seinen Vorderleuten immer wieder im Stich gelassen wurde, musste Tomlinson handeln - um seine Nummer zwei ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen. "Das war so nicht geplant, aber ich wollte, dass sich Sebastian wieder ein bisschen beruhigt", erklärte Tomlinson. Und so war es Zepp, der in der 39. Minute das 1:6 hinnehmen musste. Zu Beginn des letzten Abschnitts stand dann Elwing wieder im Tor - und blieb ohne weiteren Gegentreffer. Am Ende unterlagen die Eisbären nach gleichermaßen uninspirierter wie desolater Vorstellung den Freezers vor 6057 Zuschauern in Hamburg mit 2:6 (1:1,0:5,1:0).

Es war die fünfte Niederlage der Berliner im achten Spiel der European Trophy, schon am Freitag hatten die Eisbären gegen Hamburg in eigener Halle 4:6 verloren. Trotz dieser mageren Bilanz sind die Eisbären beim Finalturnier im Dezember dabei - weil sie als Gastgeber automatisch qualifiziert sind. Und auch wenn Trainer Tomlinson immer wieder beteuerte, dass die internationalen Spiele vor dem Start der DEL-Saison sportlich durchaus ihren Wert hätten, ließen die Darbietungen seiner Mannschaft zuweilen eher den gegenteiligen Schluss zu. Die European-Trophy-Spiele waren für den neuen Trainer der Berliner letztlich wohl nur bessere Testspiele. Ob das Team in der DEL im Auftaktspiel beim ERC Ingolstadt den Schalter ohne Weiteres wird umlegen können, scheint zumindest fraglich. "Ich hoffe, dass wir am Freitag eine Trotzreaktion zeigen", sagte ein ziemlich bedienter Tomlinson nach dem Spiel.

In Hamburg am Sonntag war den Eisbären deutlich anzumerken, dass es vor allem darum ging, die eigene Verletztenliste nicht noch zu verlängern. Mit Frank Hördler (Oberschenkel), Matt Foy (Fuß) und Julian Talbot (Hüfte) fehlten drei Stammkräfte. Immerhin konnte Mads Christensen nach seiner Augenverletzung wieder mitwirken und auch Casey Borers Rückenverletzung aus dem Freitagsspiel erwies sich als nicht gravierend. Trotzdem musste Jeff Tomlinson erneut auf einige junge Spieler zurückgreifen. Verteidiger Henry Haase durfte sich zumindest über sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich freuen. Seinen Torhüter Sebastian Elwing konnte er aber im zweiten Drittel auch nicht vor dessen kurzzeitiger Auswechslung bewahren.

Erst fünf Minuten vor Schluss leisteten die Eisbären dann doch noch so etwas wie Widerstand. Shawn Lalonde ging gegen Hamburgs Ralf Rinke in den Infight und konnte sein Team zumindest in dieser Szene würdig vertreten. Weniger Glück hatte Christensen, der sich bei der auf Reihenstärke ausgewachsenen Rauferei an der Schulter verletzte. Alex Trivelatto traf im folgenden Überzahlspiel zum 2:6-Endstand.

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