Hamburg gegen Berlin : Das Städteduell geht weiter

Hamburg will als möglicher Ausrichter der Olympischen Spiele im Jahr 2024 mehr Veranstaltungen ausrichten - auch jene, die einst in Berlin ausgetragen worden sind. Das könnte für beide Städte von Vorteil sein. Ein Kommentar.

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Flaggen mit den Olympischen Ringen und dem Wappen von Hamburg neben einem Straßenkaffee am Rathausmarkt in Hamburg. Die Hansestadt ist bestrebt, mehr Sportveranstaltungen auszurichten. Foto: dpa
Flaggen mit den Olympischen Ringen und dem Wappen von Hamburg neben einem Straßenkaffee am Rathausmarkt in Hamburg. Die Hansestadt...Foto: dpa

Der Sieger im Städteduell zwischen Hamburg und Berlin steht zwar schon fest. Aber der Wettbewerb geht auch nach dem Zuschlag des deutschen Sports für Hamburg als Olympiabewerber weiter. Zuletzt stritten beide um das, was kommen soll. Jetzt geht es ans Eingemachte. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird ihre Goldene Sportpyramide im September erstmals in Hamburg verleihen. Bisher ehrte die Sporthilfe damit prestigeträchtig eine Persönlichkeit im Adlon. Das dürfte der Anfang gewesen sein von Veranstaltungen, die in Berlin stattgefunden haben oder hätten und die nach Hamburg umziehen. Alles mit dem Ziel, Hamburgs Sportlichkeit zu belegen und bekannt zu machen.

Dabei wird erst einmal eines deutlich: Wie viel Berlin eigentlich im Sport zu bieten hat. Und wie wenig im Vergleich dazu Hamburg. Genau das war jedoch ein Motiv, um für Hamburg als deutschen Bewerber zu stimmen. Es soll eine neue Sportmetropole in Deutschland entstehen, die nicht nur eine Handvoll internationaler Spitzenveranstaltungen ausrichten kann. Sondern beinahe jede Art von athletischen Ereignissen der Welt.

Ob die Übernahme der Veranstaltungen nun freundlich erfolgt oder ohne Absprache mit Berlin, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Beide Städte könnten von der Neuverteilung etwas haben. Hamburg vergrößert seine Chancen, Olympia tatsächlich 2024 oder 2028 ausrichten zu dürfen. Und Berlin bekommt die Gelegenheit, sich selbst zu vergewissern: Welcher Sport und welches Ereignis der Stadt wirklich wichtig sind – und auf was sie auch ganz gut verzichten kann.

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