Sport : Hamburg mit Respekt und van der Vaart gegen Duisburg

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Hamburg - Nach drei Spielen Sperre kann Spielmacher Rafael van der Vaart am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) endlich wieder in der Fußball- Bundesliga für den Hamburger SV auflaufen. Der 22 Jahre alte niederländische Nationalspieler verdrängt gegen den MSV Duisburg den deutschen Junioren-Nationalspieler Piotr Trochowski, der van der Vaarts Rolle in den vergangenen Wochen gut ausgefüllt hatte und auch in der U 21 auf sich aufmerksam gemacht hat.

„Endlich ist die Sperre um. Ich lasse mich nicht mehr provozieren“, sagte van der Vaart. Bisher war er mit sechs Toren in der Bundesliga erfolgreichster Torschütze des Hamburger SV.

Seine Führungsqualitäten bewies van der Vaart schon vor dem Spiel. Er warnte seine Mannschaftskollegen davor, die auf einem Abstiegsplatz liegenden Duisburger zu unterschätzen. „Gegen die vermeintlich leichten Gegner haben wir nicht gut gespielt“, sagte der Niederländer. „Deshalb wird das Spiel schwerer als gegen Bayern München.“ Neben dem Bosnier Sergej Barbarez wird HSV-Trainer Thomas Doll im Angriff voraussichtlich Benjamin Lauth eine erneute Chance geben. Der frühere Münchner beendete seine lange Strecke ohne Torerfolg beim Heimsieg im Uefa-Cup gegen Viking Stavanger, in der Bundesliga ist der Stürmer in dieser Saison aber noch ohne Treffer.

Der Duisburger Trainer Norbert Meier outete sich vor der Begegnung in der AOL-Arena als Fan des Bundesliga-Dritten. „Als alter Hamburger freue ich mich sogar für den HSV und gönne dem Verein den Erfolg“, sagte Meier, der am Sonntag jedoch den ersten Auswärtssieg der Saison holen will. Bisher haben die Duisburger erst einen Auswärtspunkt geholt. Das bislang letzte Auswärtsspiel in Hamburg verlor der MSV in der Saison 1999/2000 0:6.

Norbert Meier plagen zudem Personalsorgen: Mittelfeldspieler Dirk Lottner steht wegen einer Angina nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Torhüter Georg Koch und Angreifer Markus Kurth ist gefährdet. Kurth leidet an einer Grippe, Koch klagt über die Folgen einer Oberschenkelzerrung. Für ihn könnte Sven Beuckert im Duisburger Tor stehen. dpa

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