Sport : Hamburg spielt argentinisch

Eigentlich sollte Rodolfo Cardoso ganz behutsam aufgebaut werden nach seiner Knieverletzung. Es ist schließlich fast ein Jahr her, dass der Spielmacher aus Argentinien zum letzten Mal in einer Anfangsformation des Hamburger SV stand. Doch HSV-Trainer Kurt Jara gingen die personellen Alternativen aus. Eric Meijer, Mehdi Mahdavikia und Jörg Albertz fielen verletzt aus, so dass es nichts wurde mit einem behutsamen Aufbau. Das jedoch schien Rodolfo Cardoso nicht zu stören. Im Gegenteil, derart überzeugend spielte der Argentinier gleich von Beginn an, dass die Fans ihn mit Sprechchören feierten.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Schon nach zwei Minuten bediente Cardoso seinen Landsmann Bernardo Romeo, der nur haarscharf neben das Gehäuse von Simon Jentzsch köpfte. "Cardoso bringt der Mannschaft sehr viel und hat die Angreifer gut in Szene gesetzt", sagte der österreichische HSV-Trainer Kurt Jara. Ab sofort müssen die Gegner des Hamburger SV also gleich auf zwei Argentinier aufpassen. Denn auch Bernardo Romeo machte sich bei seinem ersten Heimspiel bei den Fans beliebt. Der 24-Jährige zeigte gute Ansätze, obwohl es im Abschluss manchmal noch haperte. Doch nachdem Roy Präger in der 60. Minute die Führung erzielt hatte, gelang Romeo neun Minuten vor Schluss sein erstes Tor und die Entscheidung. 1860 München kam kurz vor Schluss durch Markus Weissenberger nur noch zum Anschlusstreffer.

Während der HSV sich damit nach der 0:3-Niederlage vor einer Woche in Stuttgart rehabilitierte, ging für 1860 eine erfolgreiche Serie zu Ende. Sieben Spiele in Folge hatten die Münchener nicht mehr verloren.

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