Hamburg - Stuttgart 4:2 : HSV verschafft sich Ruhe

Der VfB Stuttgart schwächt sich selbst frühzeitig und hat in Unterzahl keine Chance gegen den HSV, der sich jedoch schwer tut. Die Schwaben bleiben mit der Niederlage weiter in der Abstiegsregion hängen.

Frank Heike
Freude bei den Hanseaten. Die Hamburger jubeln über das Führungstor von Piotr Trochowski.
Freude bei den Hanseaten. Die Hamburger jubeln über das Führungstor von Piotr Trochowski.Foto: dpa

Hamburg - Zwei Minuten vor dem Ende stand es 4:2, der Hamburger SV hatte einen Spieler mehr auf dem Platz – es konnte also eigentlich nichts mehr passieren im Spiel gegen den abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart. Für Torwart Frank Rost trotzdem kein Grund zur Zufriedenheit. Wutentbrannt stauchte er seine Verteidiger zusammen, die den VfB in der 88. Minute zu einer Chance kommen ließen, nachdem sie den Ball auf dem Weg nach vorn verloren hatten. Der HSV gewann letztlich 4:2, aber Routinier Rost war unzufrieden: „Spektakel und Theater kann man bei Real Madrid machen. Ich jedenfalls werde mich nie an Gegentore gewöhnen. Wir werden es auch nicht in jedem Spiel schaffen, vier bis fünf Tore zu machen.“

In der Tat hatte der HSV nach zuletzt zwei Niederlagen zwar gewonnen und auch offensiv gut gespielt, die Abwehr aber ließ dem Gegner viel zu viele Chancen, und auch die Abstimmung zwischen den defensiven Mittelfeldspielern Jarolim und Trochowski und den Verteidigern passte nicht. Stuttgart spielte ab der 16. Minute zu zehnt, weil Stürmer Marica nach Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah. Und doch kam der an sich schwache VfB bis zum Ende zu Tormöglichkeiten. Insofern hatte der wütende Rost recht mit der Kritik an der Einstellung seiner Mannschaft. Auch Trainer Armin Veh stimmte Rost zu: „Wir sind in Überzahl in Bedrängnis geraten, das darf nicht sein.“

Die frühe Führung durch Trochowski in der 3. Minute verschaffte den Norddeutschen keine Sicherheit; Marica gelang schon sechs Minuten später der Ausgleich. Pitroipa, davor und danach unglücklich, traf zum 2:1 in der 29. Minute, und als Petric sieben Minuten später leicht zum 3:1 kam, hätte es ein entspannter Nachmittag für den HSV werden können. Doch weil die Abwehr schlief, gelang Gentner das 3:2. Der HSV wackelte einige Zeit, bis der eingewechselte Ruud van Nistelrooy mit einem schönen Heber zum 4:2 für etwas Ruhe sorgte. Frank Heike

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