Hamburger SV : Guerrero bestreitet Disco-Amüsement

Nach Gerüchten um eine wilde Disco Nacht von Paolo Guerrero bittet HSV-Trainer Huub Stevens den Stürmer zum Rapport. Der Coach nahm den Spieler nach einem ersten Gespräch in Schutz. Ob der Peruaner gegen Hansa Rostock spielen wird, ließ Stevens jedoch offen.

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HSV-Stürmer Paolo Guerrero -Foto: ddp

HamburgDer peruanische Fußball-Nationalspieler Paolo Guerrero bestreitet, sich in der Nacht vor dem Länderspiel gegen Brasilien (1:1) am vergangenen Sonntag in einer Discothek in Lima amüsiert zu haben. Die in einer peruanischen Zeitung veröffentlichten Fotos sollen an einem anderen Tag aufgenommen worden sein. "Die Behauptungen sind falsch. Die Fotos sind nicht am Sonntag, sondern schon am Freitag gemacht worden. Und zwar zwischen 18:30 Uhr und 20 Uhr", sagte der Stürmer des Bundesligisten Hamburger SV bei einer Pressekonferenz in Lima.

Seine gesundheitlichen Probleme, die nur einen 45-minütigen Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien zuließen, sollen andere Ursachen haben. Nach Angaben des peruanischen Verbandsarztes ist bei einer Endoskopie eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) festgestellt worden. Guerrero erklärte, er habe bereits in der Bundesliga-Partie gegen Schalke 04 (1:1) am 10. November über Atemnot und Übelkeit geklagt. Der Stürmer ist bereits wieder auf der Rückreise nach Hamburg und soll spätestens morgen eintreffen.

Telefonat mit Stevens

HSV-Trainer Huub Stevens hat sich zwar telefonisch von Guerrero über die Vorkommnisse unterrichten lassen, bittet den Stürmer aber dennoch in Hamburg zum Rapport. "Ich werde mit Paolo noch mal reden. Ich konnte ihm ja nicht in die Augen sehen. Ich denke, danach ist das Thema vom Tisch", sagte Stevens. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er bis halb drei in der Disco war, wenn er am nächsten Tag gegen Brasilien spielen kann. Ich hätte auch gern mal gegen Brasilien gespielt, das ist mir aber nie gelungen", berichtete der Coach, der den HSV am Saisonende verlässt. Die Magenprobleme soll Guerrero mit "den richtigen Medikamenten" behandeln. Ob der Peruaner am Sonntag gegen Hansa Rostock spielen wird, ließ Stevens offen. (mit dpa)

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