Hamburger SV : Lauth will sich durchsetzen

Angreifer Benjamin Lauth reagiert mit Unverständnis auf sein Reservistendasein bei Fußball-Bundesligist Hamburger SV. Einen Vereinswechsel schließt er zurzeit dennoch aus.

Nürnberg - "Letzte Saison wurden wir Dritter, ich habe 31 Spiele gemacht. Heute sind wir 15., und ich bin zu schlecht? Das ist für mich schwer zu verstehen", sagte der 25-Jährige dem Fachmagazin "Kicker". Dabei mache es ihm die sportliche Krise beim HSV schwerer, draußen zu sitzen. "Wenn wir ein Tor nach dem anderen schießen und jedes Spielen gewinnen würden, wäre es für mich eher nachvollziehbar."

Trainer Thomas Doll habe von ihm körperbetonteres, aggressiveres Spiel gefordert. Er arbeite daran, sagte Lauth und übte indirekt Kritik an den HSV-Verantwortlichen. "Ich denke, man weiß vorher, welchen Spielertyp und Charakter man holt. Ein Klub sollte dann auf dessen Stärken bauen und sich nicht einen Verwandlungskünstler erhoffen." Sonst müsse man irgendwann vielleicht doch von einem Missverständnis sprechen, sagte der fünffache Nationalspieler.

"HSV ist ein toller Verein"

Dennoch schließt der 25-Jährige einen Wechsel zurzeit noch aus. "Der HSV ist ein toller Verein. Ich setzte alles daran, es hier zu schaffen." Lauth will deshalb zunächst die Entwicklung der kommenden Monate abwarten, strebe deshalb keinen Wechsel im Winter an.

Auch von einem in den Medien spekulierten Leihgeschäft mit seinem Ex-Klub, dem Zweitligisten TSV 1860 München, will Lauth nichts wissen. "Da ist gar nichts dran. Mein Anspruch ist, erste Liga und möglichst international zu spielen." (tso/ddp)

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