Hamburger SV : Mehr Auslauf für Ivica Olic

Ivica Olic hat die Wahl - und gute Angebote. Karsten Doneck rät dem Torjäger, beim HSV zu bleiben.

Karsten Doneck

Drei Millionen Euro Jahresgehalt bietet der Bundesligist Hamburger SV dem Stürmer für eine Vertragsverlängerung über das Saisonende hinaus. Etwas über vier Millionen würde der FC Bayern dem Fußballprofi zahlen, wenn er seinen Tore produzierenden Beruf künftig in München ausüben würde. Klar, welchem Angebot Olic den Vorzug geben muss.

Wirklich klar? Ivica Olic hat noch eine zweite Wahl. In Hamburg beim HSV liegt ihm das Publikum zu Füßen, er besitzt eine Art Stammplatzgarantie. Und er hat eine Aufgabe, eine höchst verantwortungsvolle. Der HSV will endlich mal wieder einen Titel holen, er braucht dazu Leitfiguren, eine wie Ivica Olic eben. Bayern München hingegen hat zwei Stürmer, die gesetzt sind: Luca Toni und Jürgen Klinsmanns Liebling Miroslav Klose. „Dritte“ Stürmer sind bei den Bayern zuletzt immer gescheitert, man denke nur an Jan Schlaudraff oder, ganz aktuell, an Lukas Podolski.

Stammspieler beim HSV oder Ersatzmann beim FC Bayern – Olic kann frei wählen. Eigentlich wirkt der stets lauf- und einsatzfreudige Olic mit seinen 29 Jahren auf dem Platz so putzmunter, als könne er gar nicht anders als: rennen, rennen, rennen. Die Frage ist nur: Geben sie ihm beim FC Bayern genug Auslauf?

Ivica Olic sollte sich seine Entscheidung reiflich überlegen. Kommt es bei einem Angebot von drei Millionen Euro, wie es ihm vom HSV unterbreitet wurde, wirklich darauf an, noch eine Million mehr rauszuschlagen und dafür die eigene, rein fußballerische Perspektive aufs Spiel zu setzen?

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