Hamburger SV : Van der Vaart muss für Krach mit Stevens blechen

Huub Stevens greift durch: Der HSV-Trainer lässt sich die Kritik von Rafael van der Vaart nicht gefallen. Der Kapitän wird zu einer Geldstrafe verdonnert. Nach fünf Spielen ohne Sieg ist die Stimmung bei der Mannschaft im Keller.

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Rafael van der Vaart. Hatte der HSV-Spielmacher sein Temperament nicht unter Kontrolle? -Foto: dpa

Hamburg Kapitän Rafael van der Vaart ist vom Vorstand des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV mit einer Geldstrafe belegt worden. Der Niederländer hatte öffentlich sein Unverständnis über die Suspendierung seines Mannschaftskollegen Vincent Kompany geäußert. Der zum Saisonende scheidende Trainer Huub Stevens hatte den Belgier für eine Woche ausgeschlossen, weil dieser nach der Niederlage im Spiel gegen den MSV Duisburg (0:1) am vergangenen Samstag Kritik an der taktischen Ausrichtung der Mannschaft geübt haben soll.

Van der Vaart hatte nach der Aussortierung von Kompany erklärt: "Ich habe die Maßnahme nicht verstanden. Es kann nicht sein, dass ein Spieler, nur weil er schlecht gespielt hat, plötzlich nicht mehr dabei ist." Die HSV-Führung war daraufhin am Donnerstag zur Manöverkritik in die Mannschaftskabine geeilt. Danach teilte Sportchef Dietmar Beiersdorfer mit, van der Vaart habe den Verhaltenskodex verletzt und sei deshalb intern bestraft worden. Über die Höhe der Geldbuße wollte er keine Angaben machen.

Stimmung ist im Keller

Der suspendierte Kompany darf am Montag wieder mit der Mannschaft trainieren. In einem Gespräch mit dem "Hamburger Abendblatt" bestätigte der belgische Nationalspieler Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Stevens. "Aber ich brauche keine Ruhepause", sagte der 22-Jährige. "Ich bin immer ein Rebell gewesen. Aber ich hatte auch immer Disziplin."

Nach fünf Spielen ohne Sieg und teilweise schwachen Leistungen hat die Stimmung in der Mannschaft und in der Vereinsführung Schaden genommen. Um den anvisierten Platz in der Champions League muss der Verein bangen. Derzeit sind die Hamburger Tabellenvierter. Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte nach dem Duisburg-Spiel gesagt: "Wenn wir so weiterspielen, gewinnen wir keinen einzigen Punkt mehr." Die Leistung in der jüngsten Partie bei Hertha BSC Berlin (0:0) ließ kaum Steigerungen erkennen. (ho/dpa)

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