Sport : Hand drauf bis 2012

Der DFB verlängert mit Bundestrainer Löw

Robert Ide
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Den Pokal im Blick. Joachim Löw kann öffentlich gestärkt zur WM fahren. Foto: dpadpa

Berlin - Vertragsgespräche beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) können locker sein. So war es wohl beim Treffen zwischen Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger, dessen Ergebnis am Mittwochabend in die Öffentlichkeit sickerte: Joachim Löw bleibt bis 2012 Trainer der Nationalmannschaft. „Es war ein Gespräch unter Freunden“, sagte Zwanziger dem Tagesspiegel.

Mit einem für beide Seiten beruhigenden Handschlag ging das Treffen zu Ende. Die Details sollen im Januar festgeschrieben werden. Löw ließ am Donnerstag wissen, bis dahin „müssen aber noch einige Punkte besprochen und geklärt werden, die mir und meinem Team für die weitere Arbeit wichtig sind“. Der Freiburger soll zur Bedingung gemacht haben, dass sein gesamter Stab beim DFB bleibt.

Löw profitiert ein halbes Jahr vor Beginn der WM in Südafrika doppelt: Er bekommt öffentlichen Rückhalt und offensichtlich eine Gehaltserhöhung. „Er wird sicher nicht schlechter gestellt“, sagte Zwanziger. Der inzwischen 49 Jahre alte Löw hatte nach der WM 2006 in Deutschland das Amt des Bundestrainers übernommen, das Chef Jürgen Klinsmann nicht hatte weiterführen wollen. Löw, der sich vom stillen Taktikstrategen schnell zur öffentlich geachteten Figur wandelte, hatte in entscheidenden Momenten Erfolg. Sein Team drang bei der EM 2008 bis ins Finale vor. Und auch in der Qualifikation für die anstehende WM stimmten die Ergebnisse, wenn es wichtig war. Obwohl es offen ausgetragene Auseinandersetzungen mit dem aussortierten Routinier Torsten Frings und sogar mit Kapitän Michael Ballack gab, obwohl manche spielerische Entwicklung sich im Experimentellen zu verlieren drohte – die Schlüsselpartien gegen Russland wurden verdient gewonnen. Von den zehn bisherigen Bundestrainern kann Löw bei 45 Länderspielen mit 31 Siegen, acht Unentschieden und sechs Niederlagen die beste Bilanz vorweisen. Für die Weltmeisterschaft peilt das Nationalteam nun wieder offen den Titel an.

Der verlängerte Vertrag ist da nur die präzise Konsequenz für einen präzisen Trainer. „Ich habe mir dieses Ergebnis gewünscht“, sagte Zwanziger. Den Wunsch hat sich der DFB-Präsident kurz vor Weihnachten selbst erfüllt. Robert Ide

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