Handball-Bundesliga : Füchse Berlin: Mit neuer Frische nach Hüttenberg

Am Sonntag treten die Füchse Berlin bei Aufsteiger TV Hüttenberg an. Bislang sind die Berliner eines von zwei Bundesliga-Teams ohne Punktverlust.

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Nur fliegen ist schöner. Steffen Fäth ist gerade in herausragender Form - nun fällt der Rückraumspieler der Füchse Berlin verletzt aus.
Nur fliegen ist schöner. Steffen Fäth ist gerade in herausragender Form - nun fällt der Rückraumspieler der Füchse Berlin verletzt...Foto: dpa

Einen guten Moment für Verletzungen gibt es nie, irgendwie kommen sie immer ungelegen, sind schmerzhaft und nervtötend. Im Fall des Steffen Fäth könnte der Zeitpunkt aber wirklich kaum unglücklicher sein; seitdem klar ist, dass Fäth die Füchse Berlin am Saisonende verlässt, spielt er so unbekümmert und stark, wie sie es sich im Verein vom ersten Tag an erhofft hatten. Mit 16 Toren aus zwei Bundesliga-Spielen ist Fäth bislang bester Füchse-Werfer, was er in den ersten Partien auch anpackte – es klappte fast alles.

Wenn die Berliner heute zum Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg (12.30 Uhr, live bei Sky) antreten, wird Coach Velimir Petkovic jedoch wohl oder übel auf Fäth verzichten müssen. „Es ist natürlich ärgerlich, dass das gerade jetzt passiert, wo es so gut lief“, sagt der Nationalspieler, der sich unter der Woche im Training eine Zerrung zugezogen hat. Selbst ohne ihren gefährlichsten Schützen gehen die Füchse aber als klarer Favorit ins Duell mit dem Aufsteiger – zumal seit dem eindrucksvollen Derby-Sieg in Magdeburg zehn spielfreie Tage ins Land gegangen sind, die der Regeneration überaus förderlich waren.

„Die Pause hat uns gut getan“, sagt Trainer Petkovic. Zuletzt klagte fast der halbe Kader über Grippesymptome, die Torhüter Silvio Heinevetter und Petr Stochl hüteten mit 40 Fieber das Tor – offenbar eine Spätfolge der Reise zur Vereins-WM in Katar und des ständigen Wechsels zwischen klimatisierten Zimmern und 50 Grad Außentemperatur. Mittlerweile sind – bis auf Fäth – alle wieder einsatzbereit.

Trotzdem warnt Coach Petkovic vor den Hüttenbergern, die bislang erst einen Punkt geholt haben. „Gerade zuhause sind sie richtig gefährlich, wir dürfen sie nicht unterschätzen.“ Dann sind die Aussichten auf den dritten Saisonsieg im dritten Spiel recht vielversprechend. Bob Hanning hätte jedenfalls sicher nichts dagegen, am Nachmittag eingehender zu erläutern, warum die Füchse weiterhin eines von nur zwei Bundesliga-Teams ohne Punktverlust sind. Dann ist der Manager zu Gast beim Handball-Talk von Stefan Kretzschmar, der seit dieser Saison jeden Sonntag läuft.

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