Handball-Bundesliga : Füchse gewinnen in Lemgo

Handball-Bundesligist Füchse Berlin gewinnt beim TBV Lemgo 27:21 (14:9). Damit konnte die Mannschaft von Dagur Sigurdsson den vierten Tabellenplatz behaupten, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt.

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Es kommt nicht sonderlich oft vor, dass Dagur Sigurdsson gemütlich auf seinem Trainerstuhl sitzt. Für gewöhnlich wuselt der Coach von Handball-Bundesligist Füchse Berlin über die volle Spielzeit an der Seitenlinie umher. Gestern Abend allerdings hatte Sigurdsson bereits zum ersten Mal die Beine übereinandergelegt, als die erste Halbzeit noch lief – ein Zeichen der Zuversicht, des Selbstbewusstseins. 14:9 führte sein Team zur Pause beim TBV Lemgo, dem viertbesten Rückrundenteams der Bundesliga. Und Sigurdssons Bauchgefühl sollte ihn nicht täuschen. Dank einer geschlossenen Leistung feierten die Berliner in Ostwestfalen einen souveränen Auswärtssieg – 27:21 (14:9) hieß es nach 60 Minuten. Nach 28 Spieltagen haben die Füchse damit den vierten Tabellenplatz verteidigt, der am Saisonende zu einer Qualifikationsrunde für die Champions League berechtigt.

Im ersten Pflichtspiel seit dem Debakel gegen die SG Flensburg-Handewitt vor zweieinhalb Wochen (16:27) legten die Berliner von der ersten Minute an hohe Konzentration an den Tag. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (4:4/15.), in denen sich insbesondere die deutschen Nationaltorhüter Silvio Heinevetter im Füchse-Tor und Carsten Lichtlein beim TBV Lemgo auszeichnen konnten, erspielten sich die Berliner dank einer guten Defensive und zahlreicher Gegenstoßtore eine 14:9-Führung.

Diesen Vorsprung gab Sigurdssons Team in der zweiten Halbzeit nicht her, weil es im Gegensatz zum TBV Lemgo weiter einfache Tore erzielte. Aus dem Rückraum traf das Gespann Konstantin Igropulo (5 Tore) und Sven-Sören Christophersen (6) mit einer Ausgeglichenheit, die den Füchsen im Verlauf der Saison bisweilen abhanden gekommen war. Darüber hinaus verdienten sich Spielmacher Bartlomiej Jaszka (6), und Linksaußen Ivan Nincevic (5) gute Noten.

Am 30. April empfangen die Berliner nun die Rhein-Neckar Löwen zum Heimspiel. Schwer vorstellbar, dass sich Sigurdsson gegen den Tabellenzweiten schon zur Pause zurücklehnen kann.

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