Handball-Bundesliga : Füchse schlagen Gummersbach 29:28

Im letzten Saisonheimspiel schlagen die Füchse den VfL Gummerbach verdient mit 29:28. Die Berliner verteidigen damit den vierten Tabellenplatz und hoffen weiter auf die Champions-League-Qualifikation.

Und dann war es also an der Zeit, Abschied zu nehmen. Nacheinander wurden sie am Sonntagabend alle noch einmal in die mit 9000 Zuschauern ausverkaufte Max-Schmeling-Halle gerufen. Einen letzten Blick in das weite Rund, die Mitspielern abschlagen, letzte Autogramme schreiben und noch einmal freundlich winken. Dann ging das Kapitel Füchse Berlin für sieben Hauptakteure zu Ende. Auch wenn Kapitän Torsten Laen, der vom Handball-Bundesligsten nach Kopenhagen wechselt, richtigerweise anmerkte, „der wirkliche Abschied, der dann auch richtig weh tut“, käme erst am kommenden Sonnabend in Hannover, beim letzten Saisonspiel und damit bei seinem allerletzten Auftritt im Füchse-Trikot. Mit Laen werden auch die Spieler Ivan Nincevic (zu Dinamo Minsk), Johannes Sellin (Melsungen), Mark Bult (Gummersbach), Evgeni Pevnov (Göppingen) und Borge Lund (Bodo/Norwegen) den Verein verlassen. Außerdem beendet Alexander Haase seine Tätigkeit in Berlin, der Co-Trainer geht zurück zum VfL Potsdam.

Die nicht unwichtige Bundesliga-Begegnung mit dem VfL Gummersbach war bei all diesen Rührseligkeiten fast in den Hintergrund geraten. Dabei geht es für die Füchse noch immer um Platz vier, den die Mannschaft nach dem 29:28 (14:11)-Sieg gegenüber Neu-Champions-League-Sieger HSV Hamburg festigen konnte und sie weiter auf die Champions-League-Qualifikation hoffen lässt. Sven-Sören Christophersen und Konstantin Igropulo waren mit jeweils sechs Toren die treffsichersten Spieler der Berliner.

Zum Spielende wurde es für die Berliner, die bis dahin stets komfortabel in Führung gelegen hatten, gegen Gummersbach noch einmal spannend. Nationalspieler Adrian Pfahl hatte den Abstiegskandidaten in der letzten Minute auf einen Treffer (27:28) an die Füchse herangebracht. Berlins Trainer Dagur Sigurdsson nahm sofort die Auszeit und gab die entscheidenden Anweisungen, die Bartlomiej Jaszka mit seinem vierten Treffer sofort beherzigte. Der weitere Gegentreffer zum Endstand war dabei nur Makulatur.

Nach dem 23. Saisonsieg dürfen die Berliner also von einer weiteren Champions-League-Teilnahme in der neuen Saison träumen. Ob aber überhaupt ein deutscher Klub an den Qualifikationsspielen teilnehmen darf, will die Europäische Handball-Föderation (EHF) erst in den kommenden Wochen entscheiden. Tsp/dpa

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