Handball-Bundesliga : Füchse verlieren in Flensburg 24:27

Die Füchse hielten in Flensburg gut mit, steckten aber dennoch eine Niederlage ein. Füchse-Trainer Sigurdsson nahm seinem Team den Schwung, als er wegen einer Schiedsrichterentscheidung meckerte und die Berliner eine Zeitstrafe erhielten.

Jan Kirschner[Flensburg]

Flensburg - Um zu den „großen fünf“ der Bundesliga zu gehören, fehlt es den Füchsen Berlin noch an Klasse. Nach der Heimniederlage gegen Lemgo spielten sie zwar auch bei der SG Flensburg-Handewitt gut mit, verloren aber mit 24:27 (12:13) erneut. „Das Spiel war ein Fortschritt in der guten Entwicklung“, lobte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning dennoch. Und Torsten Laen, der Kreisläufer und Deckungsstratege, meinte: „Wenn es mit ein paar Kleinigkeiten nicht klappt, wird es schwer. Das hat Flensburg uns noch voraus.“

Die Berliner hatten anfangs große Probleme, gegen das Flensburger Abwehrbollwerk ins Spiel zu kommen. Nach elf Minuten hieß es 1:4. Dann brachte Dagur Sigurdsson seinen Regisseur Bartlomiej Jaszka. Es lief nun besser, beim 6:7 waren die Gäste wieder dran. Und hätten sie nicht einen Siebenmeter-Komplex (drei Mal verworfen) entwickelt, wäre mehr drin gewesen als der knappe 12:13-Pausenrückstand, den der gute Torsten Laen per Gegenstoß herstellte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schienen die Berliner an der dänischen Grenze auf der Überholspur. Runar Karason glich aus. Torsten Laen hatte sogar die Führung in den Händen, scheiterte aber am SG-Torhüter Dan Beutler. Dann schwächte ausgerechnet Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson sein Team, weil er sich nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung der Schiedsrichter nicht unter Kontrolle hatte. Mit Zeitstrafe und Ballverlust nahm er seiner Truppe den Schwung. Flensburg zog auf 22:17 davon. „Unsere Aktion war kein Stürmerfoul. Das habe ich versucht den Schiedsrichtern klar zu machen. Das war ein Fehler von mir“, sagte Sigurdsson selbstkritisch. Zwar verkürzte Runar Karason mit seinem sechsten Treffer auf 22:23 (51.). Eine Wende konnte aber auch der Isländer der Partie nicht mehr geben. Jan Kirschner

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