Handball : Bundestrainer Brand hört 2013 auf

Heiner Brand will 2013 nach dem geplanten Ablauf seines Vertrages den Posten als Handball-Bundestrainer abgeben. Eine Funktionärskarriere schließt er aber nicht aus.

Heiner Brand.
Heiner Brand.Foto: dpa

Berlin - Ulrich Strombach kennt seinen Freund Heiner Brand seit Kindertagen. „Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann macht er es auch“, sagt der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) „Ich könnte ihn hundertmal auf Knien bitten, es sich noch mal zu überlegen, und er würde es nicht tun.“ Es steht also fest: In drei Jahren ist für Heiner Brand Schluss. Nach dem Ablauf seines Vertrages am 30. Juni 2013 will er als Handball-Bundestrainer aufhören und vielleicht in eine Funktionärskarriere starten. „Ich werde sicherlich am Ende des Vertrags zu der Erkenntnis kommen: Das war es jetzt als Trainer. Die Altersschere zu den Spielern geht dann auch ein bisschen zu weit auseinander“, sagte der 58-Jährige der „Sportbild“.

Brand trainiert die deutschen Männer seit Januar 1997. Er wurde als erster Handballer sowohl als Spieler (1978) als auch als Trainer (2007) Weltmeister. Ganz aus der Szene zurückziehen will sich Brand aber nicht. „Danach eine Rolle zu übernehmen, wie es Franz Beckenbauer getan hat, das ist immer eine Überlegung wert“, sagte er. „Aber DHB-Präsident möchte ich nicht unbedingt werden.“

Der frühere Weltklasse-Spieler Stefan Kretzschmar hatte seinen einstigen Coach als künftigen DHB-Chef ins Gespräch gebracht: „Er muss dem Handball in irgendeiner Form erhalten bleiben. Wie ein Franz Beckenbauer. Heiner soll Präsident werden – beim DHB.“ Auch Strombach könnte sich Brand durchaus als seinen Nachfolger vorstellen: „Fähig dazu ist er auf jeden Fall.“ Als Nachfolger auf der Bundestrainerposition sieht Strombach viele Alternativen, „die wir aber erst erörtern, wenn es so weit ist“.

Als Bundestrainer ist Brand wieder Ende Oktober gefordert, wenn die ersten beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Österreich und Lettland anstehen. Im Januar 2011 geht es zur WM nach Schweden. Das ganz große Ziel ist dann die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London. dpa

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