Handball : Die Füchse suchen ihren Regisseur

Spielmacher Bartlomiej Jaszka fällt mit einer Handverletzung acht Wochen aus. Am Sonntag gegen Wetzlar wird wahrscheinlich Kjetil Strand beginnen, der aber selber noch nicht wirklich fit ist. Langfristig setzen die Füchse auf den vor einer Woche geholten Michal Bruna.

Christian Hönicke
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Ein Tscheche für die Füchse. Michal Bruna (links) bei der WM im Spiel gegen Polen.Foto: AFP

Berlin - Man sollte meinen, dass in Berlin kein Mangel an guten Regisseuren herrscht. Doch während die Dichte an renommierten Inszenatoren derzeit rund um den Potsdamer Platz recht hoch ist, sieht die Sache im Umkreis der Schmeling-Halle schon anders aus. So lautet die spannendste Frage für die Handball-Premiere der Füchse Berlin nach der WM-Pause: Wer wird Regie führen?

Wenn der Bundesligist heute um 17 Uhr gegen die HSG Wetzlar antritt, muss er auf seinen bewährten Spielmacher verzichten. Der Pole Bartlomiej Jaszka erlitt bei der WM eine Handverletzung und wird acht Wochen ausfallen. „Das ist eine entscheidende Schwächung“, sagt Füchse- Trainer Jörn-Uwe Lommel. „Wir sind eine Angriffsmannschaft, die auf Jaszkas schnellem und präzisem Spiel aufbaut.“

Bei der Suche nach einem Aushilfsregisseur hat Lommel die Wahl zwischen dem Rekonvaleszenten Kjetil Strand und dem Neuzugang Michal Bruna, der bis zum Saisonende aus Stralsund ausgeliehen wurde. „Strand ist kein klassischer Spielmacher und macht den Ball eher langsam“, sagt Lommel. „Außerdem ist er nach vier Monaten Verletzung noch längst nicht fit.“ Trotzdem wird er wohl in der Startformation stehen, weil Bruna sich nach nur einer Woche im Team „noch ins Spielkonzept einarbeiten muss“. Zum Einsatz kommen soll aber auch der Tscheche – langfristig sieht Lommel ihn „definitiv“ als geeigneteren Stellvertreter für Jaszka: „Er spielt und antizipiert sehr schnell und ist in Angriff und Abwehr ein kompletter Spieler. Michal ist der richtige Mann im richtigen Moment.“ Und das ist ja schon mal eine Voraussetzung, die ein guter Regisseur mitbringen muss. Christian Hönicke

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