Handball : Ein Sieg und viele Hoffnungen

Füchse überzeugen beim 34:26 gegen Lübbecke

Hartmut Moheit

Berlin - Fast 22 Minuten waren bereits gespielt, da erledigte Michal Kubisztal endlich jene Aufgabe, für die er zum Handball-Bundesligisten Füchse Berlin geholt worden war: Er warf ein Tor. Es war das 12:12 gegen den TuS N-Lübbecke. Bis dahin war der Pole in der Berliner Max-Schmeling-Halle höchstens einmal auf halblinks mit einem guten Anspiel aufgefallen. Das war zu wenig in diesem Spiel, in dem es für den Aufsteiger aus Berlin gegen einen Kontrahenten im Kampf gegen den Abstieg praktisch schon ums Überleben in der höchsten Liga ging. Doch dieser Treffer löste alle Bremsen – bei Kubisztal ebenso wie bei seinen Teamkollegen. Den 6879 Zuschauern wurde nun ein Spiel geboten, das nicht nur mit einem 34:26 (16:14)-Erfolg für die Gastgeber endete, sondern vor allem große Hoffnungen für die kommenden Aufgaben weckte. „Das Spiel hat gezeigt, dass der Existenzkampf längst begonnen hat“, sagte Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel. „Ich bin froh, dass wir dafür nun gerüstet sind.“

Kubisztal wurde nach dem Abpfiff sogar offiziell als bester Spieler geehrt. Aber auch die anderen Berliner überzeugten: Torhüter Petr Stochl hielt vier Siebenmeter, die beiden Außen Konrad Wilczynski (8 Tore) und Markus Richwien (7) ließen kaum eine Chance aus, und Hany El Fakharany (6) war in Angriff und Deckung stark. Selbst als nach einer Fünf-Tore-Führung (22:17/40.) die Gäste auf 23:25 (49.) verkürzen konnten, kam keine Hektik auf. „Wir konnten das Tempo hoch halten, und Stochl hat die big points geholt“, sagte Lommel.

Während Lübbeckes Coach Velimir Kljaic von einem „zu hohen Sieg für Berlin“ sprach und massiv die Schiedsrichter kritisierte, sagte Füchse-Manager Bob Hanning: „Unser neuer Spielmacher Bartlomiej Jaszka hat ja nur ein paar Minuten gespielt. Wenn er richtig integriert ist, sollten wir zu einer noch besseren Leistung fähig sein.“ Zudem teilte Hanning nach dem Spiel mit, dass der Vertrag mit Konrad Wilczynski bis 2011 verlängert wurde. Hartmut Moheit

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