Handball : Flensburg und Hamburg erhalten Heimrecht

Das Duell der deutschen Handball-Rivalen um den Champions-League-Sieg wird in Kiel entschieden: Die SG Flensburg-Handewitt hat im Endspiel gegen den THW Kiel zuerst Heimrecht.

Wien - Die Auslosung fand in der Geschäftsstelle des Europäischen Handball-Verbandes EHF in Wien statt. Auch der HSV Hamburg muss im Finale um den Europapokal der Pokalsieger gegen Ademar Leon aus Spanien zunächst zu Hause spielen. Dagegen tritt der SC Magdeburg im Endspiel des EHF-Cups gegen CAI Aragon zuerst in Spanien an. Die Hinspiele finden am 21./22. April statt, die Rückspiele werden eine Woche später ausgetragen.

"Unser Kader ist zwar dezimiert, aber bei den Auslosungen hatten wir zuletzt immer Glück. Das kann spielentscheidend sein", sagte Kiels Manager Uwe Schwenker. Das Spiele finden jeweils am Sonntag (22./29.) um 17:30 Uhr statt. "Auf dem Papier ist das ein kleiner Vorteil für den THW, der diesem Titel schon lange hinterher läuft. Für uns ist es die Riesenchance, uns unsterblich zu machen", meinte Flensburgs Manager Thorsten Storm. "In diesem Jahr hatten wir nie das Rückspiel zu Hause, vielleicht ist es ein gutes Omen."

HSV: Respekt, aber keine Angst vor Spaniern

"Wir sind sehr zufrieden mit der Auslosung", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph. Bereits zuvor habe der HSV bei drei Spielen zuerst in der Hansestadt antreten müssen, "und wir sind weitergekommen". Dank der Terminierung des Hinspiels kann der HSV in der Color-Line-Arena spielen. Eine Woche später wäre die Heimstätte der Handballer wegen der Basketball-Endrunde nicht frei gewesen. "Wir spielen natürlich lieber in der Arena", sagte Rudolph. Vor dem spanischen Gegner aus Leon hat Rudolph Respekt, aber keine Angst: "Leon spielt eine Spitzenrolle im spanischen Handball. Aber wir gehen da mit breiter Brust rein."

Freude herrschte auch bei den Magdeburgern darüber, dass sie das entscheidende Finalspiel in der heimischen Bördelandhalle austragen können. "Es ist eine günstige Ausgangsposition, dass wir das Rückspiel zu Hause haben. Vor allem ist es gut für die Fans, dass sie, wenn wir gewinnen sollten, ausgiebig feiern können", sagte Trainer Bogdan Wenta. Allerdings warnte er vor den Spaniern: "Für mich ist das ein unbekannter Gegner, den ich erstmal studieren muss. Aber er ist höher einzuschätzen als Zürich", meinte er. Für Mannschaftskapitän Steffen Stiebler ist dennoch der Pokalsieg das Ziel: "Wir haben das Finale erreicht, jetzt wollen wir mehr." Magdeburg hatte bei drei Finalteilnahmen den EHF-Pokal bislang zwei Mal gewonnen. (tso/dpa)

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