Handball : Füchse Berlin: Aussicht aufs Achtelfinale

Die Füchse Berlin haben eine weitere schwere Etappe auf dem Weg in das Achtelfinale der Handball-Champions-League gemeistert - und Schaffhausen 31:27 geschlagen.

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Berlin - Was Petr Hrachovec in diesem Moment durch den Kopf ging, weiß vermutlich nur er selbst. Acht Minuten vor dem Ende stellte der Trainer der Kadetten Schaffhausen jedenfalls sein gesamtes Defensivkonzept auf den Kopf. Hrachovec ließ fortan Manndeckung spielen – eine unorthodoxe Abwehrform, die höchstens mal bei knappen Rückständen und ablaufender Uhr zum Einsatz kommt. Knapp war da allerdings schon lange nichts mehr. Im Vorrundenspiel der Handball-Champions-League führten die Füchse Berlin vor 5259 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 27:21 – und Hrachovecs Maßnahme brachte natürlich rein gar nichts mehr, mal abgesehen von ein bisschen Ergebniskosmetik. Am Ende gewannen die Berliner mit 31:27 (14:11). Das Team von Trainer Dagur Sigurdsson hat sich in der Gruppe D damit eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug ins Achtelfinale erspielt.

Dass sich die Berliner frühzeitig vom Schweizer Meister absetzen konnten (9:4/14.), hing vor allem mit Torhüter Petr Stochl zusammen. Der Tscheche zeigte starke Paraden und setzte sich zudem mehrfach als Passgeber für Gegenstoßtore in Szene. Trotzdem: „Schaffhausen hat sich nicht abschütteln lassen“, sagte Sigurdsson. Zumindest nicht bis zur Pause. Da stand es 14:11.

Nach dem Seitenwechsel überrannten die Füchse den Gegner mit einer starken Offensive, wobei sich als Torschützen insbesondere Markus Richwien und Mark Bult hervortaten, die mit jeweils fünf Treffern besten Berliner Werfer. Obwohl Sigurdsson alle Akteure einsetzte, die auf dem Spielberichtsbogen vermerkt waren, litt das Kombinationsspiel darunter nicht. „Wir haben als Team harmoniert“, sagte Sven-Sören Christophersen, der nach einem Schlag auf die Hand frühzeitig verletzt ausgeschieden war. „Aber die Kollegen haben es ja relativ stressfrei über die Bühne gebracht.“ Christoph Dach

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