Handball : Füchse Berlin besiegen Balingen 31:26

Die Füchse Berlin haben die Pflichtaufgabe gegen den HBW Balingen-Weilstetten souverän gelöst. Neuer Kapitän ist ab sofort Petr Stochl, Vorgänger Fredrik Petersen kann den Verein bereits im Winter verlassen.

Die Berliner Bjarki Elisson (links) und Jakov Gojun jubeln über einen Treffer.
Die Berliner Bjarki Elisson (links) und Jakov Gojun jubeln über einen Treffer.Foto: dpa

Die Miene von Fredrik Petersen hellte sich am Sonntagabend erst nach dem Schlusspfiff ein wenig auf. Der 32 Jahre alte Schwede wurde von seinem Sohn in den Mittelkreis gezogen und sollte als Anspielpartner für dessen Miniaturhandball fungieren. Petersen tat dies gern, das sah man ihm an. Genauso wie man ihm seine Unzufriedenheit in den 60 Minuten zuvor angesehen hatte. Den ungefährdeten 31:26 (17:12)-Sieg der Füchse gegen Balingen musste Petersen mit langer Trainingshose von der Ersatzbank aus verfolgen.

Berlins Trainer Erlingur Richardsson rechtfertigte diese überraschende Maßnahme nach Spielende mit der taktischen Ausrichtung, in der für Petersen keine Rolle vorgesehen war. „Das kann sich aber schnell wieder ändern“, schob der Isländer hastig nach. Doch die Zeichen stehen mittlerweile eindeutig auf Abschied.

Am Samstag war bekannt geworden, dass Petersen seinen bis 2017 datierten Vertrag nicht erfüllen will und die Füchse dank einer Klausel bereits zum Saisonende verlassen wird. Der Verein war über diesen Schritt laut Bob Hanning bereits im September informiert worden. Vergangene Woche erteilte der Manager dem Schweden nun aber sogar die sofortige Freigabe, er könne bereits in der Winterpause wechseln, sagte Hanning. Zudem trat Petersen das Kapitänsamt, das er erst zu dieser Saison von Iker Romero übernommen hatte, mit sofortiger Wirkung ab. Seit dieser Woche fungiert nun also Torhüter Petr Stochl als neuer Mannschaftsführer.

Und dass Stochl dieses Amt länger ausfüllen will als zuletzt Petersen, daran ließ der Tscheche keinen Zweifel. Der 39 Jahre alte Nationalspieler verkündete am Sonntag, seine Karriere – wenn es denn tatsächlich irgendwann einmal an der Zeit sein sollte – in Berlin beenden zu wollen und anschließend als Torwarttrainer bei den Füchsen zu arbeiten. (Tsp)

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