Handball : Füchse Berlin gelingt sensationelles Comeback

Der Berliner Bundesligist holt gegen den SC Magdeburg in der Schlussphase einen Rückstand von sieben Toren auf und kommt noch zu einem Unentschieden.

Mattis Nothacker
Magdeburgs Michael Haaß (oben) setzt sich gegen den Berliner Kevin Struck durch.
Magdeburgs Michael Haaß (oben) setzt sich gegen den Berliner Kevin Struck durch.Foto: dpa/Wolf

Wenn bei einem Unentschieden die Spieler der einen Mannschaft aufeinander stürzen und die der anderen in sich zusammensacken und durch die Halle schleichen, dann ist es in der Regel kein gewöhnliches Handball-Spiel. Genau das war die Partie zwischen dem SC Magdeburg und den Füchsen Berlin – alles andere als gewöhnlich. Die Berliner holten in den letzten sieben Minuten noch sieben Tore auf und kamen am Ende zu einem 24:24.
Der Start verlief für die Füchse alles andere als optimal. Die Energie, die die Magdeburger ins Spiel brachten, schien die Füchse zu schocken – nach wenigen Minuten stand es 5:1 für den SCM. Berlin fand überhaupt kein Mittel gegen die Verteidigung der Magdeburger.

Bis zur 55. Minute spielte Magdeburg souverän.

Der überragende SCM-Torwart Dario Quenstedt ließ die Frustration bei den Berlinern nur noch ansteigen. So ging das Team von Erlingur Richardsson mit einem sechs-Tore-Rückstand in die Pause. Zunächst sah es auch in der zweiten Halbzeit so aus, als ob Magdeburg mit seiner gewaltigen Kulisse und schnellen Ballzirkulation die Führung weiter halten würde Das taten sie auch – bis zur 55. Minute. Die 6-0-Deckung der Füchse brachte Magdeburg zunehmend in Schwierigkeiten – mehrere Fehlpässe waren die Folge.

Sieben Sekunden vor Schluss kamen die Füchse zum Ausgleich

Auf der anderen Seite fanden vor allem Petar Nenadic, mit acht Toren bester Werfer der Partie, und Fabian Wiede plötzlich ihren Spielrhythmus. So schrumpfte Magdeburgs Führung innerhalb weniger Minuten. Bjarki Elisson erzielte sieben Sekunden vor dem Ende den 24:24-Ausgleich.

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