Handball : Füchse gegen selbstbewusste Melsunger

Sie strotzen geradezu vor Selbstbewusstsein und haben auch allen Grund dazu. Denn wer hätte schon gedacht, dass die so stark dezimierte MT Melsungen gegen den Favoriten Frisch Auf Göppingen 28:26 gewinnen würde?

Hartmut Moheit

Berlin -  „Das macht unsere Aufgabe am Samstag nicht einfacher, aber auch wir gehen ja mit gestärktem Selbstbewusstsein in dieses Spiel“, sagt Füchse-Manager Bon Hanning, dessen Mannschaft heute (20.15 Uhr) in Melsungen antritt. Seine Vorgabe an das Team ist nach wie vor unmissverständlich: „In den sechs Spielen bis zum Jahresende fordere ich fünf Siege.“

Ohne eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem 24:23 am vergangenen Dienstag in Balingen wird es für das Team von Trainer Dagur Sigurdsson sehr schwer, diese Vorgabe zu erfüllen. Dabei haben die Füchse den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Melsungen auf ihre besten Spieler zurückgreifen können. Von den Ausfällen in Melsungen sollten sich die Berliner aber nicht blenden lassen: Gegen den Tabellenvierten Göppingen fehlte der MT die komplette erste Besetzung des Rückraums mit Savas Karipidis, Vladica Stojanovic, Alexandros Vasilakis und Nenad Vuckovic, dennoch gab es keinen Einbruch. Die sonstigen Außen Franck Junillon und Jens Schöngarth besetzen die Halbpositionen und Grigorios Sanikis übernahm die Spielmacherrolle. Melsungens Trainer Ryan Zinglersen lobte später vor allem dieses Trio, aber ebenso die starke Deckung seiner Mannschaft. 37 Angriffe der Göppinger hatte die Abwehr gestoppt.

Melsungen, nunmehr auf Platz 13 geklettert, sieht die zehntplatzierten Berliner als leichteren Gegner an. So gravierende Schwächen auf den Halbpositionen wie in Balingen würden in Melsungen für die Berliner wohl nicht ohne Folgen bleiben. Auf diesen Positionen wird das Spiel entschieden, denn auch die Füchse verfügen über eine stabile Abwehr mit schnellen Außenspielern für den Tempogegenstoß. „Das wird wieder ein ganz enges Ding“, sagt Rechtsaußen Markus Richwien, „aber wir haben speziell in Magdeburg und in Lübbecke bewiesen, dass wir auswärts zu einer kampfstarken Leistung fähig sind.“ Hartmut Moheit

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