Handball : Füchse verlieren 17:31 gegen Kronau

Komplimente gab es letztlich doch noch für die Füchse Berlin. "Dieses Team ist nicht so schlecht, wie es sich heute präsentierte", sagte der Trainer der Rhein-Neckar-Löwen - ein zweifelhaftes Lob.

Hartmut Moheit

Berlin -  "Die Niederlage ist zu hoch ausgefallen“, sagte Juri Schewzow. Der Trainer des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar-Löwen hatte nach einem 31:17 (17:4)-Sieg seiner Mannschaft in der Max-Schmeling-Halle gut Reden. Sein Kollege Jörn-Uwe Lommel erging sich lieber in Sarkasmus: „Ich muss mich bei den Fans bedanken, denn jedes Lebenszeichen von uns haben sie dankbar mit Beifall quittiert.“ Die 4882 Zuschauer waren eigentlich mit großen Erwartungen gekommen. „Sie konnten nicht davon ausgehen, dass wir gewinnen, aber einen beherzten Auftritt durften sie erwarten“, sagte Füchse-Manager Bob Hanning.

Nach einer Woche „gezielten Trainings“ (Lommel) präsentierten sich die Füchse nicht besser, sondern noch viel schlechter als zuletzt. Ganze vier Treffer schafften sie in der ersten Halbzeit, und niemand konnte sich erinnern, eine derart katastrophale Torquote in der Bundesliga schon mal erlebt zu haben. Der Angriff der Füchse verdiente gestern diese Bezeichnung nicht. Wenn tatsächlich mal ein Spieler aus der zweiten Reihe warf, landete der Ball im besten Fall in den Händen von Torhüter Slawomir Szmal. Der Rückraum erwies sich zum wiederholten Mal als nicht erstligatauglich.

Hätte nicht Füchse-Torwart Petr Stochl einige Bälle der Rhein-Neckar-Löwen im großen Stil gehalten, alles wäre noch viel schlimmer geworden. Aber eine Blamage war der Auftritt der Füchse auf jeden Fall. In Minden werden die Füchse am Sonntag „ein Vier-Punkte-Spiel bestreiten“ (Lommel). Zu Optimismus dafür besteht kein Anlass. Hartmut Moheit

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