Handball : Füchse verlieren hoffnungsvoll

Verloren und trotzdem nicht unzufrieden: Die Ansprüche der Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga sind derzeit nicht unbedingt ergebnisorientiert.

Hartmut Moheit

Das 30:33 (17:18) beim TBV Lemgo im 27. Saisonspiel war für Geschäftsführer Bob Hanning vor allem in einer Hinsicht bemerkenswert: „Das Team sollte in Lemgo zeigen, welche grundsätzliche Berufsauffassung in ihm steckt. Und nach zuletzt berechtigter Kritik war dies wieder ein positives Zeichen.“ Dabei ist niemand bei den Füchsen so vermessen, gegen solche Teams wie Lemgo oder Kiel, dem Gegner vom Karfreitag (25:34), Siege einzufordern. „Die spielen in einer anderen Liga“, sagt Hanning, „aber bis zur Schlusssekunde zu kämpfen, ist gegen sie dennoch Pflicht.“ So wie gegen Lemgo, als zwei Minuten vor Schluss nach Rico Gödes sechstem Treffer zum 29:31 sogar noch ein Punktgewinn möglich war. Hanning hatte aus Verärgerung über die letzten Füchse-Auftritte die Reise nach Lemgo nicht mitgemacht, einigen Spielern sogar mit Rauswurf gedroht.

Was in Lemgo also wieder zu sehen war, soll nun die Grundlage für Erfolge gegen Teams sein, mit denen sich Hanning „auf Augenhöhe“ sieht. Frisch Auf Göppingen, der nächste Gegner am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Schmeling-Halle, soll den neuen Schwung bereits zu spüren bekommen. Der Tabellenfünfte, bei dem die Füchse in der Hinrunde gewonnen haben, hat für Hanning viel von dem, was er sich auch für die Füchse wünscht. „Vom Etat her sind wir etwa gleich, aber Göppingen hat in dieser Saison damit bisher das Maximum herausgeholt“, sagt er. Frisch Auf befindet sich klar auf dem Weg in einen der Europacup- Wettbewerbe, wovon ja auch die Füchse eine kurze Zeit geträumt haben.

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