Handball : Gislason schlägt Weltliga vor

Alfred Gislason, Trainer vom deutschen Meister THW Kiel, will mit einer Weltliga für Vereine die finanziellen Probleme vieler Handball-Clubs lösen. „Meine Idee ist, die Champions League zu einer Art Weltliga auszubauen“, wird der Isländer am Montag dem Tagesspiegel.

Neben europäischen Top-Clubs wie Kiel, dem FC Barcelona oder Montpellier HB sollten von jedem Kontinent ein bis zwei Profiteams dabei sein. „Ich bin sicher, dass sich potente Sponsoren finden, wenn man eine solche Liga weltweit anlegt. Dann findet sich vielleicht auch ein TV-Sender“, erklärte Gislason. „Eine Mannschaft in Arabien aufzustellen, das wäre ohne Probleme machbar“, sagte der Isländer und hat dabei Katar im Auge. Aus Afrika könnten Kairo und aus Südamerika Buenos Aires sowie aus Asien ein südkoreanisches Team ins Boot geholt werden.

Vorbild sei für ihn die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA. „Dann müssten die Teams ebenfalls längere Auswärtsreisen machen, genauso wie in der NBA“, meinte der Isländer. Als Organisator kann er sich die Europäische Handball-Föderation vorstellen, weil sie die Champions League mit dem Final4-Turnier in Köln zu einem Premium-Produkt ausgebaut hat. Allerdings rechnet Gislason mit Widerstand aus der Bundesliga und vom Weltverband IHF. (mit dpa)

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