Sport : Handball: Polster im Spanien-Gepäck

Der Deutsche Meister THW Kiel und der SC Magdeburg stehen gegen spanische Teams vor dem Einzug ins Halbfinale eines der Handball-Europacups. In der Champions League verschaffte sich der THW vor 7250 Zuschauern in der ausverkauften Ostseehalle mit 28:24 (12:11) gegen den FC Barcelona ein kleines Polster für das Rückspiel am kommenden Sonnabend beim Titelverteidiger aus Katalonien. Garanten des Kieler Erfolgs waren Torwart Steinar Ege sowie der komplette Rückraum des THW. Während der norwegische Nationaltorhüter mit einem Dutzend Glanzparaden und einem gehaltenen Siebenmeter immer wieder die Führung der Gastgeber sicherte, machten vor allem die Schweden Stefan Lövgren (6/2) und Staffan Olsson (5) sowie der Jugoslawe Nenad Perunicic (6) mit ihren Toren den Sieg perfekt. Während sich die Spanier bis Mitte der ersten Halbzeit ein halbes Dutzend Fehlwürfe und Abspielfehler leisteten, zeigten die Kieler in der Offensive Durchsetzungsvermögen, was sich in einer Vier-Tore-Führung zum 11:7 (22. Minute) niederschlug. Hätte Linksaußen Nikolaj Jacobsen nicht drei hundertprozentige Chancen vergeben, wären die Gastgeber bereits mit einem sicheren Polster in die Pause gegangen.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Kiel nochmals. Die gegenüber den letzten Bundesliga-Auftritten nicht wiederzuerkennende Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic dominierte ab Mitte des zweiten Spielabschnitts fast nach Belieben und erkämpfte sich nach 50 Minuten erstmals eine Vier-Tore-Führung zum 23:19. Eine Steigerung der Abwehrleistung mit laufender Spieldauer sicherte schließlich den verdienten Erfolg. Die Männer des SC Magdeburg sind auf dem besten Wege, sich zum sechsten Mal für ein Europapokal-Finale zu qualifizieren. Mit einem klaren 32:24 (15:10)-Erfolg gegen CD Bidasoa Irun im Halbfinal-Hinspiel des EHF-Pokals hat der Bundesliga-Dritte die Tür zum Finale weit aufgestoßen. Stefan Kretzschmar (7) war vor rund 5500 Zuschauern in der Bördelandhalle mit sieben Toren bester Werfer bei den Gastgebern, während Mladen Bojinovic(10/6) für die Spanier die meisten Tore warf.

Die Magdeburger kamen schnell ins Spiel, lagen nach den ersten zwölf Minuten ihrer 108. Europapokalpartie bereits mit 7:2 in Führung. Dabei profitierten sie besonders von den Schwächen der Spanier, die bis zu diesem Zeitpunkt sechs technische Fehler machten und bei zwei Siebenmetern an Nationaltorhüter Henning Fritz scheiterten. Nach 22 Minuten hatten die Gastgeber zum ersten Mal den angestrebten Sechs-Tore-Vorsprung erreicht (12:6).

Im zweiten Abschnitt bauten die Gastgeber ihren Vorsprung schnell auf acht Tore aus (20:12/37.), versäumten es aber, sich ein noch größeres Polster zu schaffen. Ein vergebener Siebenmeter sowie Fehlwürfe aus bester Position und zahlreiche hektisch und viel zu schnell abgeschlossene Angriffe sorgten dafür, dass in der Schlussphase der Vorsprung von 28:19 (52.) auf 28:22 (55.) schmolz. In den letzten Minuten konnte der Bundesligist den Vorsprung wieder auf acht Tore ausbauen.

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