Sport : Handballstar Karabatic darf wieder spielen

Paris - Urteil mit ungewissen Folgen für Handball-Weltstar Nikola Karabatic: Der von einer Manipulationsaffäre betroffene Ex-Kieler darf in Frankreich zumindest theoretisch von sofort an wieder spielen. Die französische Justiz hob eine Verfügung auf, die Karabatic und vier weiteren in den Skandal verwickelten Profis des französischen Rekordmeisters Montpellier AHB seit Anfang Oktober jeden Kontakt zu Mitspielern und Verantwortlichen des Clubs untersagte.

Allerdings gibt die Entscheidung des Berufungsgerichts auch den Weg für eine fristlose Kündigung der Spieler frei, die Montpellier laut Medien erwägt. Die Handballer um Karabatic und dessen Bruder Luka stehen im Verdacht, in der vergangenen Saison das Liga-Spiel bei Cesson-Rennes (28:31) manipuliert und so Verwandten und Bekannten Wettgewinne von knapp 252 000 Euro ermöglicht zu haben.

Der Anwalt der Karabatic-Brüder feierte das Urteil als „Vorfreispruch“. Er sagte: „Das ist ein heftiges Dementi gegen die Staatsanwaltschaft und den Untersuchungsrichter, die nicht den Unterschied zwischen Disziplinarvergehen und Straftat verstehen wollen. Das Berufungsgericht hat ihnen nun gesagt: ,Hier gibt es nichts zu sehen’.“ Karabatic beteuerte bisher stets seine Unschuld. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben