Sport : Hannawald schwänzt wieder Schmitt bei Qualifikation Dritter

DSV pfeift Kotrainer zurück

Benedikt Voigt

Innsbruck. Man müsste einmal alle Entschuldigungen aufzählen, die Sven Hannawald bisher aufbot, um die Qualifikation bei der Vierschanzentournee nicht mitspringen zu müssen. In Innsbruck sagte der Skispringer nun: „Die Wade hat mir noch Probleme gemacht.“ Doch die Blessuren von seinem Sturz beim Neujahrsspringen scheinen nicht das Problem zu sein. Es war das siebente Mal in Folge, dass er die Qualifikation ausließ.

Oft genug hat er Erfolg gehabt mit dieser Taktik, zumal er im Training mit 120,5 Metern den besten Sprung der Spitzengruppe gezeigt hatte. Auch beim dritten Springen in Innsbruck dürfte ihm sein Gegner im K.o.-Springen keine Probleme bereiten. Der Vorjahressieger der Tournee muss gegen den unbekannten Österreicher Stefan Thurnbichler antreten, der die Qualifikation gewann. Martin Schmitt sprang auf Rang drei und trifft auf Peter Zonta (Slowenien).

Die deutsche Delegation muss sich gegenwärtig nicht nur mit ihren Springern, sondern auch mit Kotrainer Wolfgang Steiert beschäftigen. Der zweite Mann hinter Reinhard Heß hegt Ambitionen auf den Bundestrainerposten und hatte im Tagesspiegel erklärt: „Ich werde mich im Frühjahr positionieren.“ Das Vorpreschen von Steiert sorgte beim Deutschen Skiverband (DSV) für Unverständnis. „Es gab keine Veranlassung und war für mich unverständlich, diese Diskussion während der Tournee zu führen“, sagte DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller. Er habe Steiert zur Ordnung gerufen. „Ich denke, er hält sich daran“, sagte Pfüller. „Heß ist unersetzbar, es gibt keinen besseren Trainer.“ Bundestrainer Reinhard Heß hatte erklärt, eventuell bis Olympia 2006 weiterarbeiten zu wollen.

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