Hannover 96 : Brdaric: "Neururer ist link und unehrlich"

"Keine Substanz hinter der Fassade": In einem Interview macht Hannovers Thomas Brdaric dem früheren 96-Trainer Peter Neururer schwere Vorwürfe.

Hamburg - Der frühere Nationalspieler Thomas Brdaric von Hannover 96 hat sich lautstark und abfällig über seinen Ex-Trainer Peter Neururer ausgelassen. Der 51-Jährige habe versucht, seinen Ruf nachhaltig zu schädigen, kritisierte Brdaric in der "Sport Bild". Dabei habe er sich "link und unehrlich" verhalten. In seinen Augen habe ihm Neururer nur deswegen mangelhaften Einsatz im Training vorgeworfen und ihn auf die Tribüne verbannt, weil der Trainer seinen ehemaligen Kumpel Peter Madsen vom VfL Bochum als neuen Stürmer verpflichten wollte.

Ihm selbst habe Neururer immer wieder Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht, ohne dass er jemals eine faire Chance bekommen hätte. "Neururers Spielchen war offensichtlich planvoll eingefädelt und durchdacht", hob Brdaric hervor. "Hätte er mir gesagt, dass er einen anderen Spieler holen will, und zwar klipp und klar und offen und ehrlich, hätte man zusammen mit Präsident Martin Kind eine Lösung finden können", fügte der 31-Jährige hinzu.

"Wir waren ein taktischer Hühnerhaufen"

Zudem stellte Brdaric auch die fachlichen Qualitäten Neururers in Frage. "Wir waren ein taktischer Hühnerhaufen. Als Neururer kam, wurde über den Uefa-Cup geredet. Aber das ist alles relativ früh verpufft, weil man erkannte, dass hinter seiner Fassade keine Substanz steckte", kritisierte Brdaric. Auch im Training habe es kein sichtbares Konzept gegeben. "Alles hat sich wiederholt. Neururer hat einfach laufen lassen. Es wurden nie Fehler angesprochen."

Neururer war am 30. August nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt entlassen worden. Zu Beginn seiner Amtszeit war er mit den Niedersachsen in zehn Bundesligaspielen ungeschlagen geblieben und bis auf den 5. Tabellenplatz vorgerückt. Anschließend konnte er jedoch in 15 Meisterschaftsspielen nur noch einen einzigen Sieg verbuchen. Mit zwei Toren hatte Brdaric Neururers Nachfolger Dieter Hecking beim 2:1-Sieg im Niedersachsen-Derby beim VfL Wolfsburg einen Einstand nach Maß beschert. (tso/ddp)

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