Hannover 96 : Kind sieht keinen Handlungsbedarf

Die derzeitige Position von Hannover 96 im Bundesliga-Tabellenkeller bringt Vorstandschef Kind offenbar nicht aus der Ruhe. Eine Bestandsaufnahme mit dem Trainer sei für Ende November geplant, erklärt Kind.

Nürnberg - Trotz des Absturzes auf den letzten Tabellenplatz spricht Martin Kind noch nicht vom Abstiegskampf bei Bundesligist Hannover 96. "Ich würde das nicht so deutlich ausrufen. Es war klar, dass es eine schwierige Situation würde", sagte der Vorstandsvorsitzende dem "Kicker". Die angespannte sportliche Situation stellt für Kind deshalb auch keinen Grund für kurzfristigen Aktionismus dar. Er habe mit Trainer Dieter Hecking eine Bestandsaufnahme bis Ende November vereinbart. Bei diesem Zeitplan bleibe es. "Wir handeln nicht halsbrecherisch, sondern geben dem Kader das Vertrauen, planen aber parallel, was eventuell im Januar und Juni zu tun ist", fuhr Kind fort.

Sollte das Gespräch mit Hecking einen Handlungsbedarf im Team zu Tage fördern, sieht der Vorstandsvorsitzende keine finanziellen Probleme auf den Klub zukommen. "Wenn es für den Klassenerhalt nötig ist, sind wir wirtschaftlich handlungsfähig", sagte der 62-Jährige. Von einem Neuaufbau in der zweiten Liga will Kind indes nichts wissen. "Das ist nach zehn Spielen überhaupt kein Thema. Wir werden in der ersten Liga alle Chancen suchen und die richtigen Entscheidungen treffen."

In einer anderen Personalie kündigte Kind dagegen eine baldige Entscheidung an. Während die Niedersachsen weiterhin auf der Suche nach einem Sportdirektor sind, soll die ungeklärte Situation um den zur Disposition stehenden augenblicklichen Manager Ilja Kaenzig geklärt werden. "Wir werden uns nun zügig mit ihm zusammensetzen, sprechen", so Kind. Gleichzeitig machte Kind deutlich, dass Kaenzig nicht als Sportdirektor in Frage kommt. Er erfülle die Stellenbeschreibung "nicht wirklich". Aber zum jetzigen Zeitpunkt fordert Kind von seinem Manager noch vollen Einsatz: "Er hat einen Job, den muss er ausfüllen." (tso/ddp)

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