Hannover 96 und Mirko Slomka : Warten auf Dufner und Kind

Die Zukunft von Mirko Slomka als Trainer in Hannover bleibt ungewiss. Eine Entscheidung soll erst kurz nach Weihnachten fallen. "Ich gehe fest davon aus, dass ich auch 2014 noch 96-Trainer bin", sagt Slomka.

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Ungewisse Weihnachten: Mirko Slomka s Zukunft in Hannover bleibt offen.
Ungewisse Weihnachten: Mirko Slomka s Zukunft in Hannover bleibt offen.Foto: Imago

Statt des erhofften Gesprächs miteinander wurde zunächst nur übereinander geplaudert. Deshalb muss sich Mirko Slomka auch über Weihnachten weitern fragen, ob er im neuen Jahr noch Trainer von Hannover 96 ist. Die für ihn zuständigen Entscheider, Präsident Martin Kind und Manager Dirk Dufner, möchten die sportliche Krise ihres Vereins in Ruhe aufarbeiten. Dass Slomka unter anderem daran scheitert, dass sein Team von acht Auswärtspartien in dieser Saison acht verloren hat, wird weiterhin in Erwägung gezogen.

„Eigentlich wollen wir mit ihm weiterarbeiten. Aber der Zeitablauf und das Ergebnis unserer Gespräche darüber sind offen“, sagte Dufner. Weder er noch Kind waren am Sonntag bereit, Slomka öffentlich den Rücken zu stärken.

Während der Trainer um seinen Job bangt, durften sich die Spieler bereits in den Weihnachtsurlaub verabschieden. Das Team um Kapitän Steven Cherundolo hatte zum Abschluss der Hinrunde auch die Auswärtspartie beim abstiegsgefährdeten SC Freiburg mit 1:2 (0:2) verloren.

Die Enttäuschung und der Frust waren danach so groß, dass sich die Spieler Zeit für tröstende Gespräche mit aufgebrachten Fans nehmen mussten. „Ich bin sehr frustriert und kann den Ärger der Fans gut verstehen“, sagte Stürmer Mame Diouf nach dem erneuten Rückschlag. Die Abbitte der Spieler und das Abrutschen der Mannschaft bis auf den 13. Tabellenplatz sind alarmierenden Zeichen. Trotzdem möchte Slomka unbedingt im Amt bleiben. „Ich gehe fest davon aus, dass ich auch 2014 noch 96-Trainer bin“, sagte der 46-Jährige, dessen Vertrag ihn eigentlich noch bis zum Sommer 2016 an Hannover binden würde.

Zur Schwächung der Position eines Trainers, der in der turbulenten Fußballstadt Hannover immerhin schon fast vier Jahre lang durchgehalten hat, trägt die Vereinsführung mit ihrem zögerlichen Verhalten erheblich bei. Wenige Tage vor dem letzten Spiel der Hinrunde hatte sich Präsident Kind noch klar positioniert und erklärt, dass Slomka weiterhin sein Vertrauen genieße. Seinen gestrigen Aussagen war eher zu entnehmen, dass ihm nicht klar ist, wie sich der Abwärtstrend ohne Trainerentlassung beenden lässt. „Mirko Slomka macht einen frisch Eindruck. Er will. Aber die Niederlage in Freiburg war schmerzlich“, sagte Kind und kündigte an, dass man kurz nach Weihnachten zur einer Entscheidung kommen wolle.

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