Hannover - Bochum 2:3 : Zwei Tore verloren

Jan Schlaudraff schießt Hannover bei seinem Startelf-Comeback mit 2:0 in Führung. Am Ende aber jubeln die Gäste.

Christian Otto
Hannover 96 - VfL Bochum
Abgefangen. Jan Schlaudraff (r., hier im Duell mit Bochums Shinji Ono) ist wieder da. Sein Team aus Hannover ist es hingegen nur...Foto: ddp

Hannover - Beim Torjubel holte Christian Fuchs mit der Faust zum kräftigen Schwinger aus. Sein Freistoß in der 86. Minute, aus 20 Metern in den rechten Torwinkel gezirkelt, bescherte dem VfL Bochum einen 3:2 (0:2)-Erfolg bei Hannover 96. Die Niedersachsen hatten nach zwei schnellen Treffern von Jan Schlaudraff schon wie der Sieger ausgesehen. „In der Halbzeitpause haben wir gedacht: 45 Minuten noch, dann geht es mit einem Sieg in den Urlaub“, sagte Schlaudraff. „Aber wir haben irgendwie den Faden verloren.“ Nach der Halbzeit trafen nämlich noch der eingewechselte Paul Freier, Joel Epalle und eben Fuchs.

Es hätte der Tag des Jan Schlaudraff werden müssen. Die Mehrheit der 33 875 Zuschauer hatte über das Comeback eines Stürmers gestaunt. Zwei Leistenoperationen, ein monatelanger Parcours durch Arztpraxen und Reha-Zentren: Der lange Anlauf, den Schlaudraff zu seinen beiden Treffern genommen hat, ist ungewöhnlich. Schlaudraff hatte beim Stand von 2:2 sogar noch das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte aber. Dass Schlaudraffs Team den Sieg gegen den VfL noch verspielte, lag an Unaufmerksamkeiten nach der Halbzeitpause. Und an der Kunst des Schützen Fuchs. Christian Otto

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