Hannover - Hoffenheim : 96 stürmt ohne Erfolg

Hannover 96 erspielte sich gegen Hoffenheim zahlreiche hochkarätige Chancen. Die drei Punkte nahm aber der Gegner aus Hoffenheim mit nach Hause.

Christian Otto

Hannover - Für Mitleid blieb kein Platz. „Wir haben ein Tor aus dem Nichts erzielt und das dann gut verteidigt“, sagte Timo Hildebrand und grinste. Der starke Torhüter der TSG Hoffenheim war in der Partie bei Hannover 96 eine Halbzeit lang sehr beschäftigt. Hildebrands Kollege Carlos Eduardo schoss dann aber auf der anderen Seite in der 40. Minute das Tor zum 1:0 (1:0)-Erfolg seines Teams. Während sich die Hoffenheimer über den ersten Saisonerfolg freuen konnten, gibt es bei Hannover mal wieder Probleme. Interimstrainer Andreas Bergmann, nach dem Rücktritt des erfolglosen Dieter Hecking zunächst vom Amateur- zum Proficoach befördert, darf sich nämlich darauf einstellen, dass Hannover ihn wieder fallen lässt und einen neuen Trainer sucht. „Wir treffen in der kommenden Woche eine Entscheidung“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke und bestätigte, dass er nun auch mit anderen Kandidaten Gespräche führen wird.

Es war einer dieser Fußball-Nachmittage, der ein gnadenloses „Hätte, Wenn und Aber“ mit sich brachte. 34 257 Zuschauer, die Bergmann mit viel Applaus begrüßt hatten, staunten eine Halbzeit lang über die vielen Torschützen für Hannover. Vor allem Neuzugang Didier Ya Konan, der sich mit einem Pfostentreffer und mindestens fünf kläglich vergebenen Torchancen ins Gespräch gebracht hatte, hätte einen entscheidenden Beitrag zu einem Profivertrag für Bergmann leisten können. Doch was auch immer der Ivorer und die Niedersachsen anstellten – so kaltschnäuzig wie Eduardo bei seinem Tor nach einem Doppelpass mit Sejad Salihovic trat keiner von ihnen auf. „Wir haben mit Leidenschaft gespielt und toll kombiniert. Aber leider war es das falsche Ergebnis“, sagte Bergmann und blickte sich, als die Fragen nach seiner Zukunft immer bohrender wurden, hilflos um. Eine sehnlichst erhoffte Rückendeckung, die Sportdirektor Schmadtke und Präsident Martin Kind hätten geben können, blieb jedoch aus. Christian Otto

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