Sport : Hansa desolat: Manager droht Spielern

Nürnberg - Nach dem erneuten Debakel des Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock hat Manager Herbert Maronn einigen Spielern mit dem Rauswurf gedroht. „Wir werden den Kader in der Winterpause verkleinern und nur auf die Spieler setzen, die bereit sind, alles zu geben“, sagte Maronn nach der 0:4-Niederlage beim 1. FC Nürnberg am Montagabend.

Rostock wartet seit acht Spielen auf einen Sieg, hat seit 407 Minuten kein eigenes Tor mehr erzielt und steht nur dank der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsrang. Auch der neue Trainer Dieter Eilts war nach der Vorstellung seiner Mannschaft restlos bedient. „Die erste Halbzeit war katastrophal. Wenn man keine Zweikämpfe führen will, hat man keine Chance“, sagte der Coach. Für Eilts als Hansa-Trainer ist es bereits die dritte Niederlage im dritten Spiel. Enttäuscht erklärte er: „Ich hatte mir die Arbeit in Rostock schwer vorgestellt. Doch leider wurde ich negativ überrascht.“

Angesichts der momentanen Leistungen droht der ostdeutsche Traditionsverein von der ersten in die Dritte Liga durchgereicht zu werden. „Einige Spieler sollten sich hinterfragen, ob sie wirklich alles für den Verein geben“, erklärte Verteidiger Bastian Oczipka. Das sah Manager Maronn ähnlich: „Das hatte nichts mit Abstiegskampf zu tun.“ Nürnberg nahm die harmlose Spielweise der Norddeutschen gern an und kam durch die Treffer von Marek Mintal (2), Mike Frantz und Peer Kluge zum verdienten Erfolg.

Damit Rostock weiterhin im Rennen bleibt, will die Vereinsführung in der Winterpause Spieler des 27-köpfigen Kaders abgeben und neue Akteure holen. „Wir müssen sehen, was machbar ist.Unsere finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt“, betonte Maronn. dpa

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