Hansa Rostock : Rückendeckung für Trainer Pagelsdorf

Bundesligist Hansa Rostock steckt wieder einmal im Abstiegskampf. Dennoch scheinen hier die üblichen Mechanismen noch nicht zu greifen. Trainer Frank Pagelsdorf genießt das Vertrauen der Vereinsführung - aus gutem Grund.

Pagelsdorf Foto: ddp
Frank Pagelsdorf hat nicht viel zu jubeln. -Foto: ddp

RostockTrotz sechs Spielen ohne Sieg gibt es beim Fußball-Bundesligisten FC Hansa Rostock keine Diskussion um Trainer Frank Pagelsdorf. "Wir diskutieren mit ihm und nicht über ihn", sagte Vorstandschef Dirk Grabow. Schon in der Vorrunde, als Hansa die ersten fünf Spiele verloren hatte, vertraute der Verein dieser Philosophie. "Sie hatte Erfolg", sagte Grabow. Seit dem neunten Spieltag stehen die Hanseaten auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Doch das Polster schrumpft, momentan sind es nur noch zwei Zähler bis zu einem Abstiegsplatz.

"In den elf Jahren, in denen wir erste Liga gespielt haben, waren wir acht Jahre ganz tief im Abstiegskampf. Wir kennen das", erklärte Grabow und fügte hinzu: "Wir werden nicht in Panik oder blinden Aktionismus ausbrechen." Diese Strategie stützt sich jedoch nicht nur auf das Vertrauen in Pagelsdorfs Fähigkeiten. Der Fußball-Lehrer hat noch einen Vertrag bis zum Jahr 2009. Einen neuen Cheftrainer könnten sich die finanziell klammen Rostocker kaum leisten.

Pagelsdorf lässt seine Spieler nachsitzen

Rückendeckung bekommt Pagelsdorf zudem vom Aufsichtsratschef Horst Klinkmann. "Ich gehöre nicht zu den Leuten, die das Versagen der Spieler am Trainer festmachen", sagte er den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten". Von einer Trainer-Entlassung hält der Mediziner nichts: "Im Grunde müsste man die verantwortlichen Spieler rausschmeißen." Nach der 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag hatte es von Trainer Pagelsdorf und Manager Herbert Maronn deutliche Worte in der Kabine gegeben. Der ansonsten trainingsfreie Montag wurde gestrichen. Pagelsdorf ließ seine Spieler Runden auf dem Trainingsplatz drehen. "Was man im Spiel nicht leistet, muss man im Training nachholen", sagte er. (smz/dpa)

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