Sport : Hansa Rostock will Verteidiger Gledson sofort

Kerstin Hebeler

Rostock - Hansa Rostock könnte nach Stefan Beinlich, Victor Agali und Trainer Frank Pagelsdorf bald einen weiteren Rückkehrer begrüßen. Der Fußball-Bundesligist hat beim VfB Stuttgart sein Interesse an dem brasilianischen Verteidiger Gledson bekundet. Geht es nach den Rostockern, soll 28-Jährige noch in diesem Jahr wechseln.

Zu dem Stand der Verhandlungen wollte sich Hansa-Manager Herbert Maronn gestern nicht äußern. Fest steht jedoch, dass Stuttgart, wohin Gledson erst im Sommer gewechselt war, an einer Weiterbeschäftigung nicht interessiert ist. In der Hinrunde kam der Innenverteidiger, der auch von anderen Vereinen umworben werden soll, kein Mal zum Einsatz. Bei den Rostockern hatte der Defensivspezialist zuvor zu den Leistungsträgern gezählt.

Allerdings ist die Abwehr nicht das dringlichste Problem: Dass die Rostocker dort stehen, wo sie stehen – nämlich mit einem Punkt Vorsprung auf den 15. Tabellenplatz – liegt vor allem an der schwachen Offensive. Gerade einmal 16 Tore hat Hansa in der Hinrunde erzielt. Nur Duisburgs Quote ist mit 14 Treffern schlechter. Doch ob sich der Verein in der Winterpause im offensiven Mittelfeld oder aber Sturm mit neuen Spielern verstärken kann, ist fraglich. Wegen 9,8 Millionen Euro Schulden ist der finanzielle Handlungsspielraum eingeschränkt. Wohl vor diesem Hintergrund spricht Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf nicht von „Verstärkungen“, sondern lediglich von „Alternativen“. Aus Rostocker Sicht bleibt zu hoffen, dass Gledson, wenn er denn an die Küste wechselt, in die erste Kategorie fällt. Dass mit der Rückkehr der Erfolg nicht garantiert ist, zeigt sich an Hansa-Stürmer Agali. Der Angreifer ist stets bemüht, wartet aber schon seit über 1000 Spielminuten auf ein Tor. Kerstin Hebeler

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