Sport : Harter Stoff

Markus Huber

leidet mit Ski-Fans, die Kitzbühel nüchtern ertragen müssen Kitzbühel 2005 wird eine spannende Sache für Fans des alpinen Skirennsports. Und zwar nicht nur wegen der Frage, ob Bode Miller oder Hermann Maier oder sonst wer gewinnt. Für den Großteil der mehr als 100 000 Menschen, die sich anlässlich des Hahnenkamm-Rennens nach Tirol begeben, wird das Wochenende eine einzige Beschaffungsfrage werden: Wie soll ich zu meinem Stoff kommen?

Wer einmal während des Rennens in Kitzbühel war, der weiß, dass der echte Sport sich nicht auf der Piste, sondern entlang der Schnaps- und Bierstände in der Altstadt abspielt. In diesem Jahr wird das anders aussehen: Während des ganzen Wochenendes darf in der Stadt kein Getränk verkauft werden, das mehr als sechs Prozent Alkohol enthält – aus Sicherheitsgründen. Jagertee ist ebenso gestrichen wie Wein, Schnaps, Wodka und Whiskey. In den Bars dürfen keine Spirituosen ausgeschenkt werden, die Supermärkte müssen Hochprozentiges ebenfalls verstecken. Das wird hart. Bleibt nur zu hoffen, dass bei allen drei Rennen Einheimische siegen. Denn bislang weiß niemand, wie Österreicher bei vollem Bewusstsein reagieren, wenn ein Ausländer gewinnt.

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