Hass gegen Profis : Wenn Fans drohen

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Immer wieder werden Fußballer von eigenen Fans bedroht oder sogar angegriffen. Erst vor einer Woche sahen sich die Profis des 1. FC Köln mit der gesprühten Losung „Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot“ konfrontiert. Meist bleibt es bei solchen Drohungen, körperliche Gewalt ist in Deutschland die absolute Ausnahme. Im Jahr 2007 hatten vermummte Fans von Dynamo Dresden Spieler und Trainer auf dem Vereinsgelände bedrängt und verbal attackiert. Ein Jahr später gruben Anhänger des sächsischen Klubs über Nacht elf grabähnliche Löcher in den Trainingsplatz und versahen diese mit Holzkreuzen. Als der VfB Stuttgart im Dezember 2009 im Abstiegskampf steckte, blockierten Fans den Mannschaftsbus und entrollten im Stadion ein Plakat mit dem Spruch „Ihr habt euren Kredit verspielt“. Nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum protestierten rund 3000 Menschen vor dem Vereinsheim des VfB. Die Polizei musste Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um zu verhindern, dass die Fans das Gebäude stürmten. Im März 2010 rannten Hertha-Fans auf den Rasen des Berliner Olympiastadions und ließen ihre Wut über eine 1:2-Niederlage gegen Nürnberg unter anderem an der Auswechselbank aus. In anderen europäischen Ländern gehen Fans oft noch ungebremster und rabiater vor. Im April überwand ein Fan nach einer Niederlage des polnischen Vereins Legia Warschau alle Absperrungen, bespuckte Legia-Verteidiger Jakub Rzezniczak und verpasste ihm eine Ohrfeige. lsp

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