Sport : Hecking setzt in Nürnberg erste Zeichen

Nürnberg - Dieter Hecking soll es also richten. Der neue Trainer soll den 1. FC Nürnberg vor dem Abstieg in die Zweite Liga retten. Bei seiner Vorstellung als Nachfolger des entlassenen Michael Oenning strahlte der ehemalige Trainer von Hannover 96 viel Zuversicht aus. „Wir haben 17 Spiele – und in die gilt es Feuer und Leben reinzubringen“, sagte der 45-Jährige. Mit dem Ausgang des ambitionierten Unternehmens, den vier Punkte hinter dem Relegationsrang auf Rang 17 feststeckenden Nürnbergern vor dem achten Bundesliga-Abstieg zu bewahren, entscheidet sich auch Heckings Zukunft: Der bis zum Saisonende gültige Vertrag verlängert sich im Falle des Klassenverbleibs automatisch um ein Jahr.

„Ich glaube, Dieter Hecking ist ein Trainer, der keine Scheu vor schweren Aufgaben hat“, sagte FC-Präsident Franz Schäfer. Das kann Hecking auch nicht sein, denn das Amt bei den zuletzt viermal ohne eigenen Treffer besiegten Franken ist alles andere als leicht. „Ich hätte es mir auch einfacher machen können“, sagte Hecking. Für seine Spieler werden die kommenden Tage weniger locker als zunächst gedacht. Als eine seiner ersten Amtshandlungen verkürzte Hecking die ohnehin kurze Weihnachtspause für seine Profis. Statt am 2. Januar beginnt das Training bereits am 28. Dezember.

Hecking muss sich auch um personelle Maßnahmen im Kader kümmern. Zwei, drei Neue sollen kommen, dagegen zieht es Peer Kluge wohl weg zum FC Schalke. „Wichtig ist, dass man die Stammspieler hält. Es geht aber auch darum, was der Spieler will. Schalke sollte nicht meinen, dass wir etwas zu verschenken haben“, sagte der neue Trainer. Nicht um jeden Preis soll der Kader, der vor der Winterpause zu oft nicht den Liga-Ansprüchen genügte, verstärkt werden. Hecking fordert vor allem von seinen jetzt schon anwesenden Profis Einsatz „Jeder Grashalm muss brennen, wir müssen kratzen und beißen. Es muss unangenehm sein, gegen uns zu spielen“, sagte er. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben