Heesen-Nachfolge : Geideck neuer Chef-Trainer in Bielefeld

Der bisherige Bielefelder Assistenztrainer Frank Geideck wird im Anschluss an die laufende Saison den Job von Thomas von Heesen als Chef-Coach der Arminen übernehmen.

Bielefeld - Assistenztrainer Frank Geideck wird von kommender Saison an neuer Chefcoach bei Bundesligist Arminia Bielefeld. "Wir haben von Beginn an gesagt, dass wir mit ihm eine gewisse Kontinuität fortsetzen wollen", begründete Arminen-Manager Reinhard Saftig die Entscheidung. Geideck hatte sich Bedenkzeit erbeten und am Dienstagabend seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt.

"Wir sind uns einig, aber es ist vertraglich noch nicht alles ausgehandelt", erklärte Saftig. Darum habe man den neuen Cheftrainer auch noch nicht offiziell präsentiert. Bis zum Ende der Saison wird der Diplom-Sportlehrer weiterhin an der Seite von Thomas von Heesen seinen Job machen, ehe Geideck anschließend das Kommando übernimmt. Mangelnde Erfahrung in dieser Position sei überhaupt kein Problem, betonte Saftig. "Jeder, der Frank Geideck kennt, traut ihm diesen Schritt zu", sagte der Manager. "Ich war ja auch viele Jahre Co-Trainer, bevor ich Chefcoach wurde."

Assistent von Ernst Middendorp

Geideck ist "Ur-Armine"; er arbeitete zuletzt an der Seite von fünf Cheftrainern in Bielefeld. Der frühere Arminia-Trainer Ernst Middendorp hatte ihn zu Zweitliga-Zeiten als Assistent ins Boot geholt. "Seitdem hat er viele Erfahrungen gesammelt und seine Arbeit ständig verfeinert", sagte Middendorp der "Neuen Westfälischen".

Auch unter von Heesen, der für die kommende Saison als Trainer bei Borussia Dortmund gehandelt wird, hat Geideck einen Großteil der täglichen Trainingsarbeit verrichtet und die Konzepte mitentwickelt. Dass er keine Fußballlehrer-Lizenz hat, sei kein Problem. "Das ist mit der DFL abgeklärt", sagte Saftig. Auch von Heesen hatte erst im Laufe dieser Spielzeit seinen Trainerschein erworben.

Die Entscheidung für Geideck sei eine absolute Wunschlösung, betonte Saftig. "Warum sollen wir etwas verändern, was gut gelaufen ist?", fragte der Manager. Man habe zwar mit einem weiteren Kandidaten Gespräche geführt, aber nur für den Fall, dass Geideck sich nicht zu diesem Schritt entschlossen hätte. "Es war für ihn eine grundsätzliche Überlegung, darum hatte er sich eine Bedenkzeit erbeten", sagte Saftig. (tso/dpa)

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